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<< Fey, Klara     Feyerabend, Sigismund >>

Feyerabend, Ernst

Postfachmann, * 20.10.1867 Marienwerder (Westpreußen), 19.10.1943 Würzburg. (evangelisch)


GenealogieLebenAuszeichnungenWerkeLiteraturQuellenAutorZitierweise

Genealogie  
V Otto (1841–87), Festungsbaumeister in Metz, S d. Lehrers Eduard in M.; M Amanda Kaschade (1837–87, kath.); Bedford b. Cleveland/Ohio 1904 Frieda ( 1880), T d. Fabr. Paul Schneider; 1 S , 1 T .

Leben  
Feyerabend trat 1887 als Eleve bei der Post ein, machte 1894 die Große Staatsprüfung und war dann im Reichspostamt Berlin tätig. 1898-1905 war er Vorsteher der Telegraphen-Apparatwerkstatt. 1902 wurde er Telegrapheningenieur, 1909 Postrat, 1912 Vortragender Rat, 1920 Ministerialdirektor des Fernsprech- und Telegraphenwesens im Reichspostministerium. 1926 wurde Feyerabend zum Staatssekretär (Fernmeldewesen) ernannt. – Schon als Vorsteher der Telegraphen-Apparatwerkstatt bewies Feyerabend seine Fähigkeit als Techniker, Ingenieur und Organisator. In diese Zeit fielen auch seine Studienreisen nach England und den USA, auf denen er vor allem die Selbstanschlußtechnik kennenlernte. Bei der Einführung des Wählbetriebs bei der Reichspost- und Telegraphenverwaltung war sein Gutachten entschei|dend. In Hamburg leitete er den Bau der Fernsprechzentrale mit 80 000 Fernsprechanschlüssen, die erstmalig in einer einzigen Betriebseinheit zusammengefaßt wurden. Unter der Leitung Feyerabends gelang es der Deutschen Post, allen Forderungen nach immer schnellerer und zuverlässigerer Nachrichtenübermittlung zu entsprechen. Der Ausbau des Fernkabelnetzes, die Entwicklung der Verstärkertechnik und des Selbstanschlußbetriebes, die Einrichtung des Schnellverkehrs fanden bei ihm verständnisvolle und großzügige Unterstützung. 1929 gab er das „Handwörterbuch des elektrischen Fernmeldewesens“ heraus, das seinen Namen in der ganzen Welt bekannt machte und noch heute als Nachschlagewerk benutzt wird. – Nach dem 1. Weltkrieg lehnte Feyerabend ausländische Angebote, das Fernmeldewesen von der staatlichen Post zu lösen, trotz dabei möglichen persönlichen Vorteilen ab. Die schlechte wirtschaftliche und finanzielle Lage in Deutschland sollte benutzt werden, das Fernmeldewesen in Deutschland künftig gegen eine Entschädigung als private Organisation zu betreiben. 1933 ging er in den Ruhestand. – Dr.

Auszeichnungen  
Ing. E. h. (TH Berlin), Ehrenbürger (TH Danzig).

Werke  
Weitere W 50 J. Fernsprecher in Dtld. 1877–1927, 1927; zahlr. Aufsätze.

Literatur  
Elektrotechn. Zs. 58, 1937, S. 1152; Archiv f. Post u. Telegraphie; Rhdb. (P).

Quellen  
Qu.: Postarchiv d. Bundesmin. f. d. Post- u. Fernmeldewesen.

Autor  
Erwin Müller-Ficher
Empfohlene Zitierweise  

Müller-Fischer, Erwin, „Feyerabend, Ernst“, in: Neue Deutsche Biographie 5 (1961), S. 118 f. [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd133567982.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 5 (1961), S. 118 f.

PND: 133567982
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Index

Feyerabend, Ernst

Name: Feyerabend, Ernst
Lebensdaten: 1867 bis 1943
Geburtsort: Marienwerder (Westpreußen)geändert: Marienwerder (Westpr.)[d. Red.]
Sterbeort: Würzburg
Beruf/Lebensstellung: Postfachmann
Konfession: evangelisch
Autor NDB: Müller-Fischer, Erwin
PND: 133567982

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Feyerabend, Ernst

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133567982

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