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Auerbach, Friedrich >>
Auerbach, Felix
Physiker,
* 12.11.1856 Breslau,
† 26.2.1933 Jena. (israelitisch)
Genealogie
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Genealogie ↑
V Leopold Auerbach (s. 3);
B Friedrich Auerbach (s. 2);
⚭ 1883 Anna Silbergleit.
Leben ↑
Im Alter von 16 Jahren begann Auerbach sein Studium bei H. Helmholtz und G. R. Kirchhoff in Heidelberg. Bei Helmholtz promovierte er 1875 über die Natur der Vokalklänge. Die Akustik und die physikalischen Grundlagen der Musik beschäftigten ihn auch später (1911), da er von Mutterseite her musikalisch sehr begabt war. 1879 ging er als Assistent von O. E. Meyer nach Breslau. Hier fesselte ihn der Magnetismus, der auch das Thema seiner Habilitationsschrift war. 1889 folgte er einem Ruf auf die Abbe-Professur für theoretische Physik nach Jena, wo er seit 1923 ordentlicher Professor war. Auerbach war von großer Vielseitigkeit. Er beschäftigte sich auch mit der Hydrodynamik (hierüber seine Preisschrift für die Venezianische Akademie der Wissenschaften) und Härteproblemen - 1890 konstruierte er einen Apparat zur absoluten Härtemessung. Von seinen naturphilosophischen Schriften ist seine Studie „Elektropismus oder die physikalische Theorie des Lebens“ (1910) am bekanntesten geworden. Eine Reihe von Lehrbüchern und Beiträgen zu Handbüchern zeugt für das Interesse, mit dem er bis in sein hohes Alter die Entwicklung der Physik verfolgte. 70 Jahre alt, begann er zusammen mit W. Hort ein siebenbändiges „Handbuch der physikalischen und technischen Mechanik“ (1927-31). Auch als Fachhistoriker hat sich Auerbach in glänzender Weise betätigt. Er endete sein Leben durch Selbstmord.
Werke ↑
Weitere W Kanon d. Physik, 1899; Grundbegriffe d. modernen Naturlehre, 1906,
41917; Grundlagen d. Musik, 1911; Ernst Abbe, Sein Leben, sein Wirken, seine Persönlichkeit, 1918,
21922, = Große Männer,
hrsg. v. W. Ostwald,
Bd. 5;
Wb. d. Physik, 1920; Methoden d. theoret. Physik, 1925; Lebendige Mathematik, 1929; Das Zeißwerk u. d. Carl-Zeiß-Stiftung in Jena,
51925;
Entwicklungsgesch. d. modernen Physik, 1923.
Literatur ↑
G. Joos, in:
FF 7, 1931, S. 415 f.;
Pogg. III, IV, V, VI/1;
Kürschner, Gel.-Kal., 1925 und 1926 (W).
Portraits ↑
in: Umschau 30, 1926, H. 46, S. 940; Druck nach Ölskizze
v. F. Pecht (
Graph. Slg. München).
Autor ↑
Carl Graf von KlinckowstroemEmpfohlene Zitierweise ↑
Klinckowstroem, Carl Graf von, „Auerbach, Felix“,
in: Neue Deutsche Biographie
1
(1953), S.
433
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd116212624.html