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NDB-Artikel

<< Aubry, Johann     Auch, Jakob >>

Auburtin, Victor

Redakteur, * 5.9.1870 Berlin, 28.6.1928 Garmisch-Partenkirchen. (katholisch)


GenealogieLebenWerkeLiteraturAutorZitierweise

Genealogie  
Väterliche Vorfahren aus Elsaß-Lothringen; V Charles Boguslav Auburtin, Redakteur, früher Hofschauspieler; M Charlotte Marie Eglseer, Hofschauspielerin; 1906 Hedwig Gudlowski.

Leben  
Auburtin besuchte das französische Gymnasium in Berlin und darauf die Universitäten Bonn, Berlin und Tübingen. Als Kunst- und Theater|kritiker begann er an der „Berliner Börsen-Zeitung" und arbeitete auch am „Simplicissimus" mit. Theodor Wolff berief ihn zum „Berliner Tageblatt", dessen Mitarbeiter er zeitlebens blieb. 1911-14 arbeitete er in Paris als Auslandskorrespondent dieser Zeitung, für die er auch nach dem ersten Weltkriege Europa bereiste. 1914-17 war er Zivilinternierter auf Korsika, darauf als Berichterstatter in Bern, später nach kurzem Aufenthalt in Berlin Korrespondent in Madrid und Rom, dann wieder als „Feuilletonist“ in Berlin. Auburtin, der das unmittelbar Politische in seinen Feuilletons mied, war ein Meister der „kleinen Form“, des echten wertvollen Feuilletons, das in treffender Beobachtung und Darstellung des Kleinen und Nebensächlichen von Menschen und Dingen Bleibendes anklingen läßt. Er ist geradezu der Klassiker dieser journalistischen Form. Sein Stil ist erwärmt durch gütige Skepsis und epikuräische Ironie. Alles, was er schrieb, war ohne Lärm, und die Alltäglichkeiten, die Anlaß zu seinen Feuilletons waren, sind voller anmutig-abgeklärter Beziehungen.

Werke  
Die goldene Kette u. anderes …, 1907; Der Ring d. Wahrheit, Märchenspiel, 1910; Das Ende, Schauspiel, 1910; Die Kunst stirbt, Essay, 1911; Die Onyxschale, 1911; Was ich in Frankreich erlebte, 1918; Pfauenfedern, 1921; Ein Glas mit Goldfischen, 1922; Nach Delphi, 1924; Einer bläst d. Hirtenflöte, Skizzen, 1928; Kristalle u. Kiesel, Auf Reisen gesammelt, 1930; Einer bläst die Hirtenflöte, Ausgew. Feuilletons, hrsg. v. W. Haacke nebst biogr. Nachwort. 1940; Schalmei. Aus d. Nachlaß hrsg. v. W. Haacke, 1948 (L).

Literatur  
F. Braun, A., 1920; Th. Wolff, A., in: Berliner Tagebl., 1928, Nr. 303; Nekrolog z. Kürschners Literatur Kalender, 1901–35, 1936; W. Haacke, Feuilletonkde., Bd. 1/2, 1943/44; ders., Hdb. d. Feuilletons, Bd. 12, 1950-52; DBJ X (Totenliste 1928, L); Kosch, Lit.-Lex. I.

Autor  
Emil Dovifat
Empfohlene Zitierweise  

Dovifat, Emil, „Auburtin, Victor“, in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 427 f. [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd116211946.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 1 (1953), S. 427 f.

PND: 116211946
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Index

Auburtin, Viktor

Name: Auburtin, Viktor
Lebensdaten: 1870 bis 1928
Geburtsort: Berlin
Sterbeort: Garmisch-Partenkirchen
Beruf/Lebensstellung: Redakteur
Konfession: katholisch
Autor NDB: Dovifat, Emil
PND: 116211946

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Auburtin, Viktor

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116211946

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