<< Artomedes, Sebastian
Artzt, Eikhart >>
Artopoeus (Tilenberger, eigentlich Becker), Johannes
Humanist, Jurist,
* 1520 Diözese Speyer,
† 10.8.1566 Freiburg (Breisgau). (katholisch)
| Leben
| Werke
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Leben ↑
Artopoeus kam nach dem Studium in Köln (immatrikuliert 23.1.1538) im Jahre 1540 als Magister und Hofmeister der Söhne des Vizekanzlers Mathias Held nach Freiburg. 1544 wurde er Lehrer der Rhetorik, 1545 der griechischen Sprache. 1546 zum Doktor beider Rechte promoviert, war er 1554-64 fünfmal Dekan der Juristen. Als Ordinarius im Kirchenrecht (seit 1561) hatte er 1561, 1562 und 1566 das Rektorat inne. Artopoeus verfaßte Reden und allegorische Dialoge über Fragen der Wissenschaft wie der Lebensanschauung und Panegyriken auf Karl V. und Ferdinand I. Er gab ferner die Parabeln des Erasmus von Rotterdam heraus (Freiburg 1551).
Werke ↑
Germaniae panegyricus in congratulationem adventus Caroli V …, Freiburg
i. Br. 1543; Colloquia duo elegantissima, alterum sensus et rationis, alterum adulationis et paupertatis, quibus viva humanae vitae imago exprimitur, Basel 1547; Loci theologici, Das ist Hauptartickel
christl. leere …, Ulm 1547; Apotheosis Minervae, iam ab obscuritate ignorantiae in aeternam gloriam adsertae, Basel 1551; Monodia divo Carolo V …, Freiburg
i. Br. 1562.
Literatur ↑
ADB I;
H. Schreiber,
Gesch. d.
Univ. Freiburg II, 1868, S. 362 ff.;
Goedeke II, 1886, S. 136;
Hermann Mayer, Matrikel d.
Univ. Freiburg I, 1907, S. 323;
H. Keussen, Matrikel d.
Univ. Köln II, 1919, S. 948
Autor ↑
Theodor ZwölferEmpfohlene Zitierweise ↑
Zwölfer, Theodor, „Artopoeus, Johannes“,
in: Neue Deutsche Biographie
1
(1953), S.
403
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd119615916.html
<< Artner, Therese
Artus, Jost >>
Artopoeus, Johannes
Leben
| Autor
| Literatur
| Zitierweise
Leben ↑
Artopoeus: Johannes
A.
, alias
Becker, Rechtsgelehrter, geb. 1520 zu Speier (nicht Worms), † 1566 zu Freiburg
im Breisgau, studirte in Freiburg zunächst
Philosophie, wurde Hofmeister der Söhne des kaiserlichen
Vicekanzlers Matthias Held, wandte sich dann der Jurisprudenz zu,
und wurde Legum Doctor, auch Professor des
kanonischen Rechts, zuletzt Rector der Universität in Freiburg. Er
verfaßte Reden und allegorische Dialoge über die Wissenschaft und
das Leben im Allgemeinen, (vgl. Jöcher und Adelung) trat als
phrasenreicher Panegyriker Karls V. auf
bei dessen Ankunft in Deutschland i. J. 1543, nach seinem Sieg
über die Protestanten und bei seinem Tode in der "Monodia dicta in funere Caroli V. " Diese und
seine "Oratio in funere Ferdinandi I. "
sind gedruckt in (Simon Schardius), "Tom.
orationum ac elegiarum in funere Principum Germaniae scriptarum".
1566. In der vieractigen "Apotheosis
Minervae" (1551, in Prosa) klagt die Göttin der Weisheit über
die Kürze des menschlichen Lebens, die Götter erörtern deren
Gründe, sie beruhigt sich schließlich bei der theolog. Auffassung
des Todes. —
Literatur ↑
(Jos. Ant. Rieggerus), Amoenitates
literariae Friburgenses I. 12.
Autor ↑
Steffenh. u. Scherer.
Empfohlene Zitierweise ↑
Steffenhagen; Scherer, Wilhelm, „Artopoeus, Johannes“,
in: Allgemeine Deutsche Biographie
1
(1875), S.
614
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd119615916.html?anchor=adb
Artopoeus
Name: Artopoeus
Namensvariante: Tilenberger, Johannes
Namensvariante: Becker, Johannes
Namensvariante: Artopoeus, Johannes
Lebensdaten: 1520 bis 1566
Geburtsort: Diözese Speyer
Sterbeort: Freiburg (Breisgau)
Beruf/Lebensstellung: Jurist; Humanist; Dichter
Konfession: katholisch
Autor NDB:
Zwölfer, TheodorAutor ADB:
Steffenhagen; Scherer, WilhelmPND: 119615916
Informationsangebote zu
Artopoeus
PND
119615916
Normdaten
Personennamendatei (PND)
Virtual International Authority File (VIAF)
Lexika
Bibliothekskataloge und Bibliographien
Bibliotheksverbund Bayern (BVB)
Nachlässe
Kalliope