<< Faber, Ägidius
Faber, Ernst >>
Faber, Benedikt
Komponist,
* um 1580 Hildburghausen,
† 28.4.1634 Coburg. (lutherisch)
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Claus Schmied, Schneider,
S des Pfarrers
Wilh. Schmied
gen. F.;
⚭ Coburg 23.11.1618 Helena,
T des Ambrosius Hacker, Bürger
u. Zinkhornbläser in Coburg; 1
S, 1
T.
Leben ↑
Seine Ausbildung erhielt Faber in Augsburg, wo er, als „condiscipulus“ Melchior Francks, möglicherweise Schüler von A. Gumpelzhaimer war. Um 1602 kam er als Musikus der Hofkapelle nach Coburg, etwa zur gleichen Zeit, als Melchior Franck zum Coburgischen Hofkapellmeister bestellt wurde. Ein 8stimmiges „Canticum gratulatorium“, komponiert zur Hochzeit M. Francks 1607, bezeugt ebenso wie die Tatsache, daß Franck zwischen 1608 und 1614 mehrfach Kompositionen Fabers in seine Sammlungen aufgenommen hat, die zwischen beiden Musikern bestehende freundschaftliche Zusammenarbeit. Fabers Werke sind nur zum Teil erhalten. Zu den vermutlich verlorengegangenen Kompositionen gehört auch ein „Triumphus musicalis in Victoriam Resurrectionis Christi“ (Coburg 1611), ein Werk, dem als einem der wenigen Belege für die Vertonung der Auferstehungshistorie im Anfang des 17. Jahrhunderts bedeutendes musikgeschichtliches Interesse zukommt. Unter den erhaltenen Kompositionen befindet sich neben zahlreichen Gelegenheitswerken nur ein umfangreicherer Druck: die „Sacrae Cantiones“ (Coburg 1604,
2ebenda 1610), eine Sammlung von neunundzwanzig 4- bis 8stimmigen Motetten. Faber bevorzugt einen aufgelockert-homophonen Chorsatz, dessen stilistisches Vorbild in den mehrchörigen Werken Francks zu suchen ist.
Werke ↑
Weitere W s. MGG.
Literatur ↑
ADB VI;
F. Peters-Marquardt, M. Franck, ein Altmeister
dt. Musikschaffens, in: Oberfränk. Heimatkal., 1954;
A. Adrio, in:
MGG III,
Sp. 1681 f.
(W);
F. Peters-Marquardt,
ebd. VII,
Sp. 1290
(in Art. Koburg);
Riemann.
Autor ↑
Arno ForchertEmpfohlene Zitierweise ↑
Forchert, Arno, „Faber, Benedikt“,
in: Neue Deutsche Biographie
4
(1959), S.
718
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd12347082X.html
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Fabri, Felix >>
Faber, Benedict
Leben
| Autor
| Zitierweise
Leben ↑
Faber: Benedict F., Componist, stand in herzogl. koburgischen Diensten und gab während der J. 1602—31 in Koburg folgende Werke heraus: "Der 148. Psalm, lateinisch, für 8 Stimmen", 1602. "Sacrae cantiones 4, 5, 6, 7 et 8 vocibus concinendae", 1605. "Gratulatio musica ex primo capite cant. canticorum quinis vocibus composita", 1607. "Canticum sex vocibus in festivitatem nuptiarum", 1607. "Der 51. Psalm: Miserere mei Deus, 8 voc.", 1608. "Adhortatio prima Christi ad genus humanum directa, musicis numeris quintarum vocum condecorata", 1609. "Cantio nuptialis ex psalmo Davidis 32. desumpta, 6 vocum", 1609. "Cantiones sacrae, 4—6 voc.", 1610. "Triumphus Musicalis in victoriam resurrectionis Christi, 7 vocibus compositus", 1611. "Zwei newe Hochzeit-Gesänge mit 5 Stimmen". "Gratulatorium musicale, 6 vocum", 1631. Ein vierstimmiger Choral von ihm steht als Beispiel in André's "Lehrbuch der Tonsetzkunst" (Offenbach 1832, I. Nr. 13).
Autor ↑
Fürstenau.Empfohlene Zitierweise ↑
Fürstenau, Moritz, „Faber, Benedict“,
in: Allgemeine Deutsche Biographie
6
(1877), S.
490
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd12347082X.html?anchor=adb