<< Engelhardt, Gustav Moritz Konstantin von
Engelhart, Hans >>
Engelhardt, Victor Josef Karl
Elektrochemiker,
* 26.10.1866 Wien,
† 9.3.1944 Berlin-Charlottenburg. (katholisch)
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Josef,
Kaufm. in Triest,
S des Feldkriegsregistranten
Jos. in Budapest;
M Vittoria,
T des Versicherungsgesellschaftskassierers Viktor Trouvé in Triest;
⚭ Wien 1890 Karoline,
T des
Aug. Köstlin (1825–94), Brückenbauer (
s. ADB 51,
ThB),
u. der Therese Schurz; 3
S, 1
T.
Leben ↑
Schon während seiner Schulzeit bewies Engelhardt besondere Hinneigung zu den Naturwissenschaften, so daß ihm in Triest – wo er Oberrealschüler war – ein Arbeitsplatz an der Biologischen Station eingeräumt wurde. Mit dem Studium, das er an der Technischen Hochschule Wien unter gleichzeitiger Belegung anatomischer, zoologischer und botanischer Vorlesungen an der Universität aufnahm, wandte er sich mehr und mehr chemischen und elektrochemischen Problemen zu. Als Diplomingenieur trat er nach 1. und 2. Staatsexamen 1889 in Wien in den Dienst der Firma Siemens & Halske. Bis 1905 wirkte er hier auf elektrochemischem Gebiet, indem er die Laugung von Golderzen mit Cyankalium und die elektrische Fällung des Goldes aus diesen Lösungen zur großtechnischen Reife entwickelte. Auch die ersten Carbidanlagen sowie die ersten Anlagen zur Herstellung von Silizium und Silizium-Kupfer wurden unter Engelhardts Leitung um die Jahrhundertwende gebaut. 1905 wurden die elektrochemischen Arbeitsstätten von Siemens & Halske in Berlin (Siemensstadt) zusammengelegt. Hier setzte Engelhardt bis 1932 seine Arbeit fort. Er übernahm auch die Leitung der 1907 gegründeten Gesellschaft für Elektrostahlanlagen mbH. – 1910-20 war Engelhardt nebenamtlich Dozent an der Technischen Hochschule Breslau, seit 1920 las er als Honorarprofessor an der Technischen Hochschule Berlin-Charlottenburg über
|technische Elektrochemie und Elektrometallurgie. In Würdigung seiner hervorragenden Leistungen auf dem Gebiet der elektrolytischen Darstellung und Raffination von Blei, Kupfer, Antimon und Zink, der Elektrolyse des Wassers, des elektrolytischen Bleichverfahrens, der Chlorkali-Elektrolyse und der Elektrostahlöfen wurde er 1926 von der Technischen Hochschule Berlin zum Dr.-Ingenieur Ehren halber, von der Technischen Hochschule Wien zum Dr. techn. honoris causa ernannt.
Werke ↑
s. Pogg. VI, VII a. –
Hrsg.: Monogrr. üb. angewandte Elektrochemie, 52
Bde., 1902-32;
Hdb. d. techn. Elektrochemie, 3
Bde., 1931-35.
Literatur ↑
K. Illig, V.
E. 70 J., in:
Zs. f. Elektrochemie 42, 1936, S. 721 f.; Nachruf, in: Elektrotechn.
Zs., H. 15/16
v. 20.4.1944;
Rhdb. (P).
Autor ↑
Sigfrid von WeiherEmpfohlene Zitierweise ↑
Weiher, Sigfrid von, „Engelhardt, Victor Josef Karl“,
in: Neue Deutsche Biographie
4
(1959), S.
513 f.
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd116496185.html
Engelhardt, Victor
Name: Engelhardt, Victor
Namensvariante: Engelhardt, Victor Josef Karl
Lebensdaten: 1866 bis 1944
Geburtsort: Wien
Sterbeort: Berlin-Charlottenburg
Beruf/Lebensstellung: Elektrochemiker
Konfession: katholisch
Autor NDB:
Weiher, Sigfrid vonPND: 116496185