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NDB-Artikel

<< Elert, Werner     Elias, Julius >>

Elgard, Nikolaus

katholischer Theologe, * 1547 Elcherait bei Arlon (Belgien), 20.8.1587 Erfurt.


LebenLiteraturAutorZitierweise

Leben  
Elgard, nach seinem Geburtsort Elgardus genannt, studierte in Löwen Philosophie, dann in Trier Theologie und wurde 1568 als Priester zur Vollendung seiner Studien von Erzbischof Jakob III. von Trier ans Germanicum nach Rom geschickt. Hier wurde er schon bald zu den Beratungen über die Neugestaltung dieses Collegs herangezogen. Von Kardinal Otto von Augsburg zum Kanonikus bei Sankt Moritz in Augsburg ernannt, sollte er 1572 dessen Bistum visitieren. 1573 wurde er mit Kaspar Gropper von Papst Gregor XIII. mit der Visitation in Franken, Fulda und dem Eichsfeld betraut. 1574 als Weihbischof für Münster vorgesehen, bereiste er als selbständiger päpstlicher Beauftragter vom Sommer 1574 bis ins Frühjahr 1575 das Eichsfeld, Fulda, Bamberg, Würzburg, Halberstadt und Magdeburg, überall um die Reform und die Errichtung von Jesuitenkollegien bemüht. Erzbischof Daniel von Mainz erbat sich den eifrigen und fähigen Mann als Weihbischof für Erfurt, doch mußte Elgard zuvor seine Visitationsreisen zu Ende führen und auf dem Reichstag zu Regensburg (1576) den Kardinallegaten Morone beraten. In Mainz, das Elgard zum Mittelpunkt der katholischen Erneuerung in Deutschland machen wollte, erhielt er am 2.2.1578 in der Jesuitenkirche die Bischofsweihe. In seinem Amtssitz Erfurt und im Eichsfeld legte er trotz schärfster Anfeindungen die Grundlagen für die katholische Reform, an deren Durchführung ihn sein allzu früher Tod hinderte.

Literatur  
ADB VI (unter Elchard); Scriptores rerum Moguntiacarum, hrsg. v. G. Ch. Joannis, I, Frankfurt 1722, S. 884; A. Steinhuber, Gesch. d. Collegium Germanicum … I, 1895, S. 194-204; Pastor IX; L. Drehmann, Der Weihbischof N. E., e. Gestalt d. Gegenref., 1958.

Autor  
Anton Ph. Brück
Empfohlene Zitierweise  

Brück, Anton Ph., „Elgard, Nikolaus“, in: Neue Deutsche Biographie 4 (1959), S. 439 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd11852979X.html

ADB-Artikel

<< Elben, Christian Gottfried     Elenson >>

Elchard, Nikolaus

 LebenAutorLiteraturZitierweise

Leben  
Elchard: Nikolaus E., auch Elchrod, Elscheraid, Elgardus genannt, geb. zu Nobressart, Provinz Luxemburg, im J. 1547, studirte Philosophie zu Löwen und bezog dann die Universität Trier, wo er sich die Liebe und Zuneigung des Erzbischofs in dem Maße erwarb, daß dieser ihn behufs Absolvirung seiner theologischen Studien nach Rom ins Collegium germanicum schickte. Hier promovirte er zum Doctor der Theologie. Gaspard Cropper, der damalige päpstliche Nuntius in Deutschland, ernannte ihn zu seinem Haustheologen und nahm ihn als Rathgeber mit nach Dresden, Berlin, Magdeburg und Münster. Darauf suchte Daniel, Erzbischof von Mainz, den bewährten Mann für sich zu gewinnen; er weihte ihn zum Bischof von Ascalon und ernannte ihn zu seinem Suffragan von Erfurt. E. wurde wiederholt als Unterhändler nach Rom, Trier und in die Schweiz geschickt; er starb am 11. August 1587, im Alter von 40 Jahren, und ward zu Erfurt in der Kirche des h. Sangwin beigesetzt.

Literatur  
Neyen, Biographie Luxembourgeoise.

Autor  
Schoetter.
Empfohlene Zitierweise  

Schoetter, „Elchard, Nikolaus“, in: Allgemeine Deutsche Biographie 6 (1877), S. 3 unter Elchard [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd11852979X.html?anchor=adb

Quelle/Vorlage: 
NDB 4 (1959), S. 439
ADB 6 (1877), S. 3 unter Elchard

PND: 11852979X
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Index

Elgard, Nikolaus

Name: Elgard, Nikolaus
Namensvariante: Elchard, Nikolaus
Namensvariante: Elgardius, Nikolaus
Namensvariante: Elchrod, Nikolaus
Namensvariante: Elscheraid
Namensvariante: Elgardus
Lebensdaten: 1547 bis 1587
Geburtsort: Elcherait bei Arlon (Belgien)
Sterbeort: Erfurt
Beruf/Lebensstellung: katholischer Theologe
Konfession: katholisch
Autor NDB: Brück, Anton Ph.
Autor ADB: Schoetter
PND: 11852979X

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Elgard, Nikolaus

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11852979X

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