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<< Ekkehard II.     Ekkehard von Aura >>

Ekkehard

Bischof von Prag, 8.8.1023 Prag (?).


GenealogieLebenLiteraturAutorZitierweise

Genealogie  
Herkunft unsicher: Blutsverwandter Kaiser Heinrichs II. ( 1024).

Leben  
Ekkehard war seit 995 Abt des Klosters Nienburg/Saale. Heinrich II. hielt sich 1004, einer Einladung Ekkehards folgend, zum Fest der Klosterweihe dort auf. Im Oktober 1017 setzte der Kaiser in Merseburg Ekkehard an die Spitze der böhmischen Kirche als Nachfolger Thieddegs, des dritten Bischofs von Prag. Schon am 4.11. empfing dieser von Erzbischof Erchanbald von Mainz die Bischofsweihe „wie ein geistliches Glied des Reiches“ und wurde wohl Anfang 1018 in Prag inthronisiert. Der gewiß schon betagte Mann dürfte auf Grund seiner langjährigen Erfahrungen als Gegenpol des gewalttätigen Herzogs Udalrich von Böhmen erwählt worden sein. Er soll zudem die slawische Sprache beherrscht haben und wird vor allem wegen seiner Güte und Milde gerühmt. Aus der konventionellen Charakteristik Ekkehards in den Quellen hebt sich aber doch eine bemerkenswerte Entscheidung hervor: Ekkehard hat den Bischofszehnten neu geregelt, indem er ihn aus einer Garbenabgabe in eine Körnerlieferung umwandelte. So sollten nunmehr zwei Scheffel Zweikorn (Weizen und Hafer) von jedem Pflugland entrichtet werden, was eine zweckdienliche und für einen aufgeschlossenen Geist sprechende Reform darstellt.

Literatur  
MG DD, Heinr. II.; Necr. Bohemicum, hrsg. v. G. Dobner, in: Mon. Hist. Bohemiae, Prag 1764 ff., III, S. 12; Series abbatum Nienburg., hrsg. v. F. Winter, in: Gesch.bll. f. Stadt u. Land Magdeburg 2, 1867, S. 113 f.; Dalimil Kronika česká Kap. 45, in: Fontes rerum Bohemicarum III, Prag 1882; Ann. Quedlinburg. 1017, 1023, in: MG SS III, S. 84, 89; Cosmas v. Prag I, 39, 40, hrsg. v. B. Bretholz, = MG SS NS II 1923; Thietmar von Merseburg IV, 60, VII, 65 (48), hrsg. v. R. Holtzmann, = ebd. IX, 1935; H. F. Schmid, Die rechtl. Grundlagen d. Pfarrorganisation auf westslav. Boden u. ihre Entwicklung während d. MA, in: ZSRGK 15, 1926, S. 131 ff.; W. Wostry, in: Sudetendt. Lb. II 1930, S. 5 ff. (L).

Autor  
Hanns Leo Mikoletzky
Empfohlene Zitierweise  

Mikoletzky, Hanns Leo, „Ekkehard“, in: Neue Deutsche Biographie 4 (1959), S. 431 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd135905044.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 4 (1959), S. 431

PND: 135905044
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Index

Ekkehard

Name: Ekkehard
Namensvariante: Ekkehard von Prag
Lebensdaten: 995 bis 1023
Sterbeort: Prag (?)
Beruf/Lebensstellung: Bischof von Prag
Konfession: katholisch
Autor NDB: Mikoletzky, Hanns Leo
PND: 135905044

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Ekkehard

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