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Eidmann, Hermann August >>
Eidenbenz, Johann Christian Gottlob
Komponist,
* 22.10.1761 Owen bei Kirchheim unter Teck,
† 20.8.1799 Stuttgart. (evangelisch)
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Johann (1737–1819), Präzeptor in Owen,
S des Schulmeisters
u. Gerichtsschreibers Johannes in Münchingen;
M Joh. Christiana (1724–72),
T des Pfarrers J.
Frdr. Löw in Endersbach
b. Waiblingen;
⚭ Stuttgart 1789 Rosina Justina,
T des
hzgl. Gardisten Johannes Ziegler; 1
T.
Leben ↑
Etwa gleichzeitig mit Johann Rud. Zumsteeg und Schiller erhielt Eidenbenz seine Ausbildung als Zögling der Karlsschule, wurde dann Bratschist und Altist an der Stuttgarter Hofkapelle des Herzogs Karl Eugen von Württemberg. Ch. Daniel Schubart schreibt 1783: „Eidenbenz ist der beste musikalische Kopf in Stuttgart. Er hat Erfindung, Leichtigkeit des Vortrags, liebliche Melodie, guten Satz, Instrumentenverständnis, Herzlichkeit.“ Ersten Unterricht erhielt Eidenbenz durch Florian Deller. 1790 trat er mit sehr gerühmten Ballettmusiken hervor. Ein Anfang 1799 eintretendes Nervenleiden führte seinen frühen Tod herbei. – Weit größere Bedeutung als seine Ballettmusiken haben bis weit in das 19. Jahrhundert hinein Eidenbenz' Lieder gehabt. Mit Schubart, Zumsteeg und anderen gehört er zu den Vertretern der in diesen Jahren aufblühenden Schwäbischen Liederschule. Seine Strophenlieder mit Klavierbegleitung zeigen bei konventioneller Glätte erste Ansätze zur Selbständigkeit des Klavierparts in kurzen Vor- und Nachspielen. Wo der Text nicht süßlicher, naiver Sentimentalität huldigt, entstehen echte, volkstümliche Melodien, „Lieder im Volkston“. Größter Beliebtheit erfreuten sich seine Schlachtenlieder mit kerniger Melodik.
Werke ↑
Slg. neuer Klavierstücke mit Gesang f. d.
dt. Frauenzimmer, Berlin 1783/84
(Lieder); 24 leichte Klavierbelustigungen, Stuttgart 1793; 3 Duetti à 2 Flauti, op. 5, Heilbronn
u. Offenbach 1795; 12 leichte Klavierstücke, Leipzig 1796; Melodien
z. Taschenbuch f. Freunde d. Gesanges, Stuttgart 1796
(Lieder); 12 Lieder mit Begleitung d. Klaviers, Leipzig 1798;
zahlr. Einzeldrucke
u. Männerchorarrangements
v. Liedern
z. T. mit neuen Texten.
Literatur ↑
Leipziger Allg. musikal.
Ztg.,
Jg. 1, 1799, 2, 1800, 16, 1814 (
mit Rezensionen u. Btrr. v. J. F. Christmann
u. E. L. Gerber);
J. Sittard, Zur
Gesch. d. Musik
u. d. Theaters am
Württ. Hofe, 1890/91;
M. Friedlaender, Das
dt. Lied im 18.
Jh., 1902;
H. Kretzschmar,
Gesch. d. neuen
dt. Liedes
v. Albert bis Zelter, 1911;
E. L. Gerber, Neues
hist.-
biogr. Lex. d. Tonkünstler, 1812-24;
Eitner.
Autor ↑
Christiane EngelbrechtEmpfohlene Zitierweise ↑
Engelbrecht, Christiane, „Eidenbenz, Johann Christian Gottlob“,
in: Neue Deutsche Biographie
4
(1959), S.
388
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd116418575.html
Eidenbenz, Johann Christian Gottlob
Name: Eidenbenz, Johann Christian Gottlob
Lebensdaten: 1761 bis 1799
Geburtsort: Owen bei Kirchheim unter Teck
Sterbeort: Stuttgart
Beruf/Lebensstellung: Komponist
Konfession: evangelisch
Autor NDB:
Engelbrecht, ChristianePND: 116418575