<< Eckbrecht von Dürckheim-Montmartin, Ferdinand Graf
Eckebert von Gorze, selig >>
Ecke, Gustav
evangelischer Theologe,
* 8.1.1855 Erfurt,
† 9.11.1920 Bonn.
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Karl (1814–66), Lehrer, Kirchner
u. Rendant in Erfurt, aus
thür. Handwerkerfamilie;
M Elisabeth Gundermann (1827–1907), aus Erfurter Färbermeistersfamilie;
⚭ 1) Hattenbach 1884 Elisabeth (1861–1910),
T des Gutsbesitzers Karl
Frhr. v. Lepel
u. der Rosa
v. Egidy, 2) Bonn 1916 Margarete Vichura, Offizierstochter;
Schwäger Karl Siebold (1856–1937),
Reg.baurat, Erbauer der Bodelschwinghschen Anstalten in Bethel, Emil Körner (1856–1940),
Lic. theol., Domprediger in Meißen; 3
S, 2
T,
u. a. Gustav (
1896-1971),
Prof. der ostasiatischen Kunst in Honolulu, Rosa (
⚭ Emanuel Hirsch,
1888-1972,
Prof. der
Theol.).
Leben ↑
Ecke studierte Theologie in Halle, wo M. Kähler ihn entscheidend beeinflußte, und in Tübingen. Er wurde 1880 Hilfsprediger in Halle, 1883 Pfarrer in Suhl, 1893 Vorsteher des Diakonissenhauses in Bremen, 1900 außerordentlicher, dann ordentlicher Professor in Königsberg und 1903 in Bonn (für systematische Theologie). Sein beherrschendes Forscherinteresse galt den Lebensbeziehungen zwischen Theologie und Kirche, wie es durch die Arbeit A. Ritschls in Bewegung geraten war. Ohne die bestehenden Spannungen zu verschleiern, vertrat er doch eine „mild-positive“ Beurteilung und suchte in ehrlichem Bemühen alle Kräfte evangelischen Christentums in einer „positiven Union“ innerhalb des überkommenen Landeskirchentums zusammenzufassen. Seine musikalische Begabung befähigte ihn, für die alten Glocken wirkungsvoll einzutreten und viele 1917 vor dem Untergang zu retten.– Licentiatus theol. honoris causa (Halle 1899), D. theol. (Tübingen 1900).
Werke ↑
u. a. Die
theol. Schule Albrecht Ritschls
u. d.
ev. Kirche d. Gegenwart, 2
Bde., 1897/1904; Unverrückbare Grenzsteine, Ein offenes Wort an Herrn D. Rade
u. s. Freunde, 1905,
51911; Humanist.
Gymn. u. modernes Kulturleben, 1911; Unsere Glocken, 1917.
Literatur ↑
Eck, in:
Theol. Lit.ztg., 1897, S. 638; Kattenbusch, in: Christl. Welt, 1911, S. 482 f.; J. Schneider, in: Kirchl.
Jb., 1921;
BJ II (
Tl. 1920,
W, L). – Zu Schwager K. Siebold: Werner Siebold, K. S., e. großer Baumeister Nd.sachsens, 1940
(W, P).
Autor ↑
Hermann StrathmannEmpfohlene Zitierweise ↑
Strathmann, Hermann, „Ecke, Gustav“,
in: Neue Deutsche Biographie
4
(1959), S.
286
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd117496774.html