<< Eck.
Eck, Friedrich Johannes Gerhard >>
Eck, Franz
Geiger,
~ 9.2.1776 Mannheim, † um 1810 Bamberg.
Genealogie
| Leben
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Georg, aus Böhmen, seit 1766 Waldhornist in der kurpfälzischen Hofkapelle in Mannheim;
M Clara Wittmann;
B Frdr. Johannes
s. (2).
Leben ↑
Eck war neben Karl Cannabich der bedeutendste Schüler seines Bruders Friedrich Johannes. Er übernahm auf Empfehlung hin die Ausbildung Ludwig Spohrs und wurde so zum Mittler zwischen der Mannheimer und der romantischen deutschen Geigerkultur. Seit spätestens 1789/90 gehörte er der bayerischen Hofkapelle an, mußte München jedoch wegen eines Liebesabenteuers mit einer „hochgestellten Dame“ 1801 verlassen. 1802 begab er sich mit seinem Schüler Spohr auf eine Konzertreise, die ihn über Hamburg nach Petersburg führte und ihm hier die Stelle eines Solospielers und Direktors der Hofkonzerte mit 3500 Rubel Gehalt einbrachte. Bereits 1804 wurde Eck jedoch geisteskrank und unter Bewachung zu seinem Bruder nach Frankreich gebracht, wo er in einem Straßburger Irrenhaus verstarb. – Die auf seinen Konzertprogrammen unter seinem Namen erschienenen Werke stammen sämtlich von seinem Bruder oder von Franz Danzi.
Autor ↑
Horst HeussnerEmpfohlene Zitierweise ↑
Heussner, Horst, „Eck, Franz“,
in: Neue Deutsche Biographie
4
(1959), S.
275 f.
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd129464457.html