<< Arendt, Rudolf Friedrich Eugen
Arentschildt, Alexander Carl Friedrich von >>
Arens (Ahrens, Arns), Johann August
Architekt,
* 2.10.1757 Hamburg,
† 18.8.1806 Pisa.
Genealogie
| Leben
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Carl Nicolaus Arens (
† 1788), Tischler aus Stralsund;
M Catharina Dorothea (
† 1783),
T des Jürgen Christian Vorwerk aus Grabau;
⚭ Hamburg 2.6.1793 Caecilia Elisabeth,
T des Hamburger Pastors Johann Matthias Liebrecht.
Leben ↑
Nach Studienjahren in Göttingen und Kopenhagen (1778–83), wo Arens vier Akademiepreise errang, ermöglichte ihm die Patriotische Gesellschaft in Hamburg Reisen nach Frankreich, England und Italien. In Paris war er unter Charles de Wailly tätig, in Rom lernte er 1787 Goethe kennen, der ihn zum Wiederaufbau des Schlosses nach Weimar berief. Hier schuf er die Zusammenfassung des Ostflügels und den Neubau des Römischen Hauses. Obwohl zum fürstlichen Baurat ernannt, führte Arens seine Weimarer Aufgaben nicht zu Ende, sondern wandte sich nach Hamburg zurück, um hier neben Chr. F. Hansen der bedeutendste klassizistische Baumeister zu werden. Er erwarb 1790 das Bürgerrecht. Neben mehreren öffentlichen Bauten verdankt ihm Hamburg viele Gartenanlagen. Wohn- und Gartenhäuser, die typisch für die Zeit des ausgehenden 18. Jahrhunderts sind.
Literatur ↑
ADB I;
A. Doebber, Das Schloß in Weimar, 1911;
J. Faulwasser, Hamburg um die Jahrhundertwende 1800,
o. J.;
U. Nabel, Der Kleinflottbeker Park, Bauherren u. Baumeister d. alten u. neuen Herrenhauses, in: Nordelbingen,
Bd. 8, 1930-31, S. 390 f.;
H. Becker, Das Landhaus Hamburgs um d. Zeit
v. 1800,
Diss. Hamburg 1930;
G. Wietek, Goethes Verhältnis
z. Architektur,
Diss. Kiel 1951
(ungedr.);
ThB.
Autor ↑
Gerd WietekEmpfohlene Zitierweise ↑
Wietek, Gerd, „Arens, Johann August“,
in: Neue Deutsche Biographie
1
(1953), S.
346
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd123192765.html
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Arens, Johann August
Leben
| Autor
| Literatur
| Zitierweise
Leben ↑
Arens: Johann August
A.
, Architekt, geb. in Hamburg, † 18. Aug. 1806. Er studirte zu Göttingen und
Kopenhagen, wo er die vier Preise der Akademie gewann, machte
darauf eine fünfjährige Kunstreise durch Frankreich, wo er 1789—91
bei de Wailly arbeitete, England, Italien und Deutschland und ließ
sich dann in Hamburg nieder. Er und Hansen führten in der dortigen
Gegend den modernen italien. Stil ein. Viele Stadt- und Landhäuser
sowie öffentliche Gebäude, darunter die Wandsbecker Kirche und das
jetzige Hamb. Strafund Detentionshaus sind seine Werke. Auch als
Gartenkünstler bewies er, z. B. in der Anlage des Flottbecker
Parks, Geschmack und ward in dieser Eigenschaft auch in Weimar, wo
sich Goethe für ihn interessirte, beschäftigt. Er war weimarischer
Baurath und Ehrenmitglied der Berliner Akademie der Künste. Seine
geschwächte Gesundheit trieb ihn nach Italien, wo er in Pisa am
Nervenfieber starb. —
Literatur ↑
Hamb. Künstlerlex.
Autor ↑
v. L.
Empfohlene Zitierweise ↑
L., von, „Arens, Johann August“,
in: Allgemeine Deutsche Biographie
1
(1875), S.
517
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd123192765.html?anchor=adb