<< Droysen, Johann Gustav Bernhard
Drude. >>
Druckenmüller, Nikolaus
Hüttenmann,
* 8.8.1806 Trier,
† 29.7.1883 Düsseldorf. (katholisch)
Genealogie
| Leben
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Nikolaus (
* 1765), Schreiner;
M Maria Gustinger (1769–1859) aus Trier;
⚭ Trier 1839 Maria Anna (1813–86),
T des Matthias Zell (1774–1820), Notar in Trier,
u. der Metzgerstochter Maria
Kath. Otto; 1
S, 3
T.
Leben ↑
Nach dem Studium der Mathematik und Physik war Druckenmüller 10 Jahre lang als Lehrer am Gymnasium seiner Vaterstadt und später in Düsseldorf tätig. 1846 nach Trier zurückberufen, übernahm er dort die Leitung der höheren Bürgerschule, mit der eine Gewerbeschule vereinigt wurde. Die erfolgreiche Leitung dieser beiden Schulen veranlaßte den preußischen Handelsminister, Druckenmüller 1849 als Vortragenden Rat nach Berlin zu berufen zur Bearbeitung der mit den preußischen Gewerbeschulen zusammenhängenden Fragen unter gleichzeitiger Ernennung zum Direktor des Gewerbe-Instituts, aus dem später die Technische Hochschule hervorging.
In seinen Bestrebungen, das technische Schulwesen zu reorganisieren, war Druckenmüller erfolgreich. 1855 sehen wir ihn als Kommissar für die Weltausstellung in Paris. Im nächsten Jahr schied Druckenmüller aus dem Staatsdienst aus, um als Generaldirektor die Leitung des Berg- und Hütten-Aktien-Vereins Neu-Schottland zu übernehmen. Diese Gesellschaft baute in Haßlinghausen (Westfalen) und in Horst bei Steele/Ruhr zwei Werke zur Erzeugung von Roheisen, Puddelstahl, Eisenbahnschienen und anderen Walzprodukten. 1859 kam die Schienen-Verkaufsvereinigung zustande, deren Leitung Druckenmüller übernahm, da auch die Gesellschaft Neu-Schottland der Vereinigung beigetreten war. 1863 verzog Druckenmüller nach Düsseldorf, nachdem er seinen Posten als Generaldirektor niedergelegt hatte. Die Geschäftsführung der Schienen-Verkaufsvereinigung behielt er bei. Auch übernahm er nach Wilhelm Luegs Tod den Vorsitz des zu Anfang der 40er Jahre gegründeten Zollvereinsländischen Eisenhüttenvereins. Dieser Verein ging 1874 in die Nordwestliche Gruppe des damals gegründeten „Vereins Deutscher Eisen- und Stahlindustrieller“ über. Sein soziales Verständnis für die Arbeiter zeigte sich in dem Bestreben, den Arbeiter im Falle der Arbeitsunfähigkeit weitgehend zu unterstützen. Die staatlichen Auswirkungen solcher Gedan
|ken wurden aber erst in den 80er Jahren sichtbar. – Geheimrat.
Literatur ↑
Das Werk 18, 1938, S. 378
(P);
Westdt. Ahnentafeln,
hrsg. v. H. C. Scheibler
u. K. Wülfrath, 1939.
Autor ↑
Herbert DickmannEmpfohlene Zitierweise ↑
Dickmann, Herbert, „Druckenmüller, Nikolaus“,
in: Neue Deutsche Biographie
4
(1959), S.
137 f.
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd116227648.html
Druckenmüller, Nikolaus
Name: Druckenmüller, Nikolaus
Lebensdaten: 1806 bis 1883
Geburtsort: Trier
Sterbeort: Düsseldorf
Beruf/Lebensstellung: Hüttenmann; Pädagoge
Konfession: katholisch
Autor NDB:
Dickmann, HerbertPND: 116227648
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Druckenmüller, Nikolaus
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116227648
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