<< Schuh, Oscar Fritz
Schulemann, Werner >>
Schuhmacher, Peter Friedrich Max
Unternehmer,
* 12.1.1931 Heidelberg,
† 15.3.2002 Heidelberg. (evangelisch)
Genealogie
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| Auszeichnungen
| Werke
| Literatur
| Quellen
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Konrad (1899–1959), aus Müllheim (Baden),
Dr. phil., Syndikus d.
IHK Mannheim,
S d. Konrad;
M Anna Margarete (1907–47,
⚭ 2] Jan Möhren), aus
H.,
T d. Friedrich Lenz;
Stief-M Elisabeth Gattner;
B Gerhard;
Halb-B Gerhard Möhren (
* 1928), Heiner Möhren (
* 1940), Frankwalt Mohren (
* 1942), apl.
Prof. f. Romanistik an d.
Univ. Heidelberg,
wiss. Angest. d. Heidelberger
Ak. d. Wiss., Leiter d. Arbeitsstelle „Dictionnaire étymologique de l'ancien français/
Altfranz. Etymol. Wörterbuch“
ebd. (s.
Kürschner, Gel.-Kal. 2005); –
⚭ 1955 Ruth-Elisabeth (
* 1930), aus
H.,
T d. Oskar Georg Kunze; 1
S Christoph (
* 1963),
Dr. med. habil. an d.
Univ. München, 1
T Barbara-Susann (Bärbel) (
* 1957,
⚭ Dr. Erhard Spittler, Geophysiker), Ass.
jur. an d.
Univ. Salamanca (Spanien).
Leben ↑
S. wurde 1944 zu einer Jugend-Wehrmachtseinheit eingezogen und verbrachte das letzte Kriegsjahr an der Ostfront. Über Dresden gelang ihm im
Febr. 1945 die Flucht nach Heidelberg, wo er wieder in das Gymnasium eintrat. Während seiner Schulausbildung (Abitur 1950) arbeitete er 1947-50 als Betonbauer bei „Grün und Bilfinger” in Mannheim und begann 1950 eine kaufmännische Lehre bei den „Portland Zementwerken Heidelberg
AG“, wo er anschließend angestellt wurde. 1954-58 studierte
S. daneben in Mannheim Betriebswirtschaft und übernahm dann Aufgaben im Vorstandssekretariat und in der Geschäftsführung einer Beteiligungsgesellschaft der Portland Zementwerke. 1960 erhielt er Handlungsvollmacht, 1962 Prokura, 1966 wurde er zum
stellv., 1969 zum
o. Vorstandsmitglied ernannt. 1971 Sprecher des Vorstandes, war er 1977-95 dessen Vorsitzender. Er stellte die entscheidenden Weichen zur Internationalisierung, in seiner Amtszeit expandierte der Konzern weltweit;
|er diversifizierte das Unternehmen von Zement in die gesamte Baustoffproduktion. Die Übernahme des größten Benelux-Zementherstellers „
S. A. Cementeries CBR“ verdoppelte nochmals innerhalb eines Jahres Umsatz- und Beschäftigtenzahlen. 1995 zum Aufsichtsratsmitglied gewählt, wurde er 2001 erster Ehrenvorsitzender des Unternehmens. Er war Mitglied zahlreicher weiterer Aufsichtsräte,
u. a. der „Deutschen Bundesbahn“, der „Deutsche Bank
AG“ und der „Allianz
AG“. Er war Präsident des Bundesverbandes Steine und Erden (1981–95), des Bundesverbandes der
Dt. Zementindustrie (BDZ) (1975–91) sowie Präsidiumsmitglied der
europ. Zementorganisation CEMBUREAU (1972–95), ferner Vertreter (1980–85) und Präsident (1986–95) der internationalen Energieagentur sowie Präsidiumsmitglied (1986) und später Präsident (1993–95) des
europ. Baustoffverbandes CEPMC.
S. engagierte sich auch intensiv in der Förderung und Unterstützung des kommunalen, kulturellen und wissenschaftlichen Lebens,
u. a. als Kuratoriumsmitglied im Stifterverband der
Dt. Wirtschaft. Nach 1989 widmete sich
S. als Vorsitzender des Gremiums Architektur im Kulturkreis der
dt. Wirtschaft im
BDI (1988–2000)
v. a. Projekten in den neuen Bundesländern.
Auszeichnungen ↑
Goldene Stadtmedaille (1992) u. Ehrenmedaille (1995) d. Stadt Leimen; Senator
E. h. (
Univ. Heidelberg 1994,
Univ. Mannheim 1996); Dr.-
Ing. E. h. (Bauhaus-
Univ. Weimar 2001); Richard-Benz-Medaille d. Stadt Heidelberg (2002).
Werke ↑
Aktuelle Fragen d.
Untern. finanzierung u.
Untern. bewertung, 1970(
hg. mit K.-H. Forster);
Rezession
n. Untern.führung, Eine Branche paßt sich an, Ausgew.
Aufss. u.
Vortrr. 1970 bis 1980, Zus.gestellt
v. N. Fritz, 1981;
Die Nutzung
v. Strategiefreiräumen in d. Krise,
dargest. am
Bsp. v. Heidelberger Zement, in: E. Gaugler, O. H. Jacobs, A. Kieser (
Hg.), Strateg. Untern.führung u. Rechnungslegung, 1982, S. 161-79.
Literatur ↑
In Memoriam P.
S.,
hg. v. HeidelbergCement, März 2002
(P);
HZ-Info, Sonderausg. f. P.
S., 11./12.07.1995;
Munzinger;
|Quellen ↑
Qu Bundesverband d.
Dt. Zementind. (
Hg.), Wir danken Herrn P.
S. f. d. engagierte Unterstützung u. Förderung unserer
Arb. während seiner sechzehnj. Präsidentschaft 1975-1991, 26.9.1991 (Zus. stellung
v. Vorworten P.
S.s in d. BDZ-
Jberr.)
Autor ↑
Dietmar CramerEmpfohlene Zitierweise ↑
Cramer, Dietmar, „Schuhmacher, Peter Friedrich Max“,
in: Neue Deutsche Biographie
23
(2007), S.
674-675
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/sfz117225.html