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Arbenz, Carl
Ingenieur und Glastechniker,
* 26.2.1831 Groß-Andelfingen (Kanton Zürich),
† 20.5.1909 Aachen. (reformiert)
Genealogie
| Leben
| Literatur
| Portraits
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Hans Ulrich Arbenz (1791–1885), aus begüterter Familie in Groß-Andelfingen;
M Luise Egg (1801–76);
Gvv Pantaleon Arbenz (
* 1765);
Gmv Susan Hablützel;
⚭ Reutlingen 8.4.1862 Julie Fanny (1842–1909).
T des Wilhelm Grathwohl und der Magdalena Rosina Wilhelmine Votteler; 2
S, 2
T.
Leben ↑
Arbenz zeigte schon in jungen Jahren ausgesprochene Vorliebe für alles Technische und Freude an praktischer, technischer Betätigung. Nach Besuch der Oberrealschule arbeitete er einige Zeit als Zeichner und lernte dann als Schlosser und Dreher bei Rieter &
Cie. in Winterthur. Nach dieser praktischen Ausbildung besuchte Arbenz die École Centrale des Arts et Manufactures in Paris. Hier erwarb er sich, trotz der Schwierigkeiten der Sprache, 1854 das Ingenieurdiplom „Mit Auszeichnung“. Nach dreijähriger Tätigkeit im Büro eines Zivilingenieurs in Paris und bei der Gesellschaft „Phönix“ in Westfalen trat er bei der Aktiengesellschaft der Spiegelmanufakturen von
St. Gobain, Chauny und Cirey in Paris als Ingenieur und Leiter der von der Gesellschaft in diesem Jahr erworbenen Münsterbuscher Spiegelglashütte bei Stolberg ein. 1863 begann Arbenz mit dem Bau der neuen, großen Fabrik in Stolberg, der er dann bis zum Jahre 1895 als Direktor vorstand. - Er hat in diesen fast 40 Jahren zu den großen Fortschritten der Spiegelglasindustrie erheblich beigetragen und das Stolberger Werk zum größten Betrieb dieser Art in Deutschland gemacht. Als der Verein Deutscher Spiegelglasfabriken gegründet wurde, um den Verkauf der Produktion der inzwischen in Deutschland entstandenen Spiegelglasfabriken zu übernehmen, wurde er zu dessen Vorsitzenden gewählt und hat dieses Amt bis zum Jahre 1904 innegehabt. Bis zu seinem Tode war er Bevollmächtigter der Niederlassung der Gesellschaft von
St. Gobain in Preußen. - Auch im öffentlichen Leben hatte Arbenz Gelegenheit, sich zu betätigen, insbesondere im Aachener Bezirksverein des Vereins Deutscher Ingenieure, dessen Vorstand er viele Jahre lang angehörte. Der Bezirksverein ernannte ihn daher 1906 zu seinem Ehrenmitglied.
Literatur ↑
VDI-Zs. 2, 1909, S. 1089.
Portraits ↑
München.
P-
Slg. d.
Dt. Museums.
Autor ↑
Friedrich HäßlerEmpfohlene Zitierweise ↑
Haßler, Friedrich, „Arbenz, Carl“,
in: Neue Deutsche Biographie
1
(1953), S.
333
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd117698083.html
Arbenz, Carl
Name: Arbenz, Carl
Lebensdaten: 1831 bis 1909
Geburtsort: Groß-Andelfingen (Kanton Zürich)
Sterbeort: Aachen
Beruf/Lebensstellung: Glastechniker; Ingenieur
Konfession: reformiert
Autor NDB:
Haßler, FriedrichPND: 117698083