<< Dominik, Hans
Dommer, Arrey von >>
Domizlaff (Dumzlaff), Georg
Leiter des deutschen Feldpostwesens,
* 14.6.1854 Soest,
† 24.10.1937 Leipzig. (evangelisch)
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Portraits
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Julius (1828–1902), Postdirektor in Göttingen,
S des Lehrers Christian Emanuel Dumzlaff in Schivelbein (Pommern);
M Emilie (1826–55),
T des
Joh. Heinr. Lorsbach (1789–1869), Kreisgerichtsrat (
S des
Gg. Wilh.,
† 1816,
Prof. der
Theol. u. orientalischen Sprachen in Jena, Freund Goethes,
s. ADB 19);
⚭ Katharina Boeter-Tönnies (1866–1944) aus reicher Marschhofbesitzer
Fam. in Schleswig; 6
K,
u. a. Hans (
1892-1971), Schriftsteller,
Begr. der
dt. Markentechnik.
Leben ↑
Domizlaff trat 1873 als Eleve bei der Post ein und wurde 1887 Postinspektor, 1894 Postrat und 1904 Oberpostdirektor (Präsident) der Oberpostdirektion Leipzig. – Die wichtigste und bedeutendste Zeit seines Lebens war für Domizlaff der Krieg 1914-18, den er als „Feldoberpostmeister“ mitmachte. Domizlaff hat sich um den Aufbau, die Ausgestaltung und später um die geordnete Auflösung der Feldpost bei Kriegsende große Verdienste erworben. Unermüdlich auf allen Kriegsschauplätzen tätig, verfolgte er seine Ziele mit großem Geschick und griff mit Energie erfolgreich überall da ein, wo es galt, unüberwindlich scheinende Schwierigkeiten aus dem Wege zu räumen, oder wo der Postbetrieb neuartigen Verhältnissen angepaßt werden mußte. Große Schwierigkeiten hatte die Feldpost bei ihrem Einsatz in der Umstellung von „Frieden" auf „Krieg" nach 43 Friedensjahren zu überwinden. Nach vorsichtigen amtlichen Berechnungen waren in Richtung „Feld“ rund 17,7 Milliarden Sendungen und rund 11 Milliarden Sendungen in Richtung „Heimat“ während des ersten Weltkrieges zu befördern. Daß diese Aufgabe vortrefflich erfüllt wurde, beweist unter anderem das Anerkennungsschreiben, das der Generalfeldmarschall von Hindenburg an Domizlaff richtete. Nach dem Krieg kehrte Domizlaff als Präsident zur Oberpostdirektion Leipzig zurück (bis 1923).
Werke ↑
Die Jomsburg,
Unterss. üb. d. Seeburg d. Jomswikinger, 1929.
Literatur ↑
H. Stephan,
Gesch. d. Preuß. Post
v. ihrem Ursprung bis auf d. Gegenwart, 1859, neu
bearb. v. K. Sautter, 1928;
K. Schracke,
Gesch. d. Dt. Feldpost im Kriege 1914/18, 1921;
Archiv f. Post
u. Telegraphie. –
Qu.: Akten d. Postarchivs d. Bundesmin. f. d. Post-
u. Fernmeldewesen.
Portraits ↑
Großer Bilderatlas d. Weltkrieges II, 1916, S. 376; Leipziger
Kal. 12, 1925, S. 265.
Autor ↑
Erwin Müller-FischerEmpfohlene Zitierweise ↑
Müller-Fischer, Erwin, „Domizlaff, Georg“,
in: Neue Deutsche Biographie
4
(1959), S.
68
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd126315574.html
Domizlaff, Georg
Name: Domizlaff, Georg
Namensvariante: Dumzlaff, Georg
Lebensdaten: 1854 bis 1937
Geburtsort: Soest
Sterbeort: Leipzig
Beruf/Lebensstellung: Feldpostmeister; Leiter des deutschen Feldpostwesens
Konfession: evangelisch
Autor NDB:
Müller-Fischer, ErwinPND: 126315574