<< Dohrn, Carl August
Doles, Johann Friedrich >>
Dohrn, Max
pharmazeutischer und physiologischer Chemiker,
* 30.8.1874 Farnroda (Thüringen),
† 17.6.1943 Rothaus (Schwarzwald).
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Wilh. (1839–1903), Versicherungsdirektor,
S des Carl
Aug. s. (2);
M Marie Jungnickel (1842–91) aus Breslau;
⚭ Karlsruhe 1910 Luise Berta Antonie (
* 1879), Bildhauerin,
T des
Aug. Harlacher (1842–1907), Opernregisseur in Karlsruhe
u. Stuttgart (
s. Eisenberg); 1
T.
Leben ↑
Nach Abschluß der Studien (Berlin, Leipzig, Heidelberg, Promotion 1899 bei K. von Auwers) und einer Assistentenzeit (Marburg bei H. H. Meyer, Berlin bei R. Pschorr) trat Dohrn 1902 in das Wissenschaftliche Laboratorium der Chemischen Fabrik vormals E. Schering in Berlin ein. 1904 gründete er hier neben dem schon bestehenden pharmazeutischen ein besonderes physiologisches Laboratorium. An dem hervorragenden Ruf, den die deutsche Arzneikunst in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts genoß, hat Dohrn wesentlichen Anteil. Zu seinen großen Erfolgen gehören die Entdeckung der Phenylchinolincarbonsäure (1905), die nebst Derivaten nach eingehenden klinischen Versuchen als Heilmittel auf der ganzen Welt Verbreitung fand (Atophan, Novathophan gegen Gicht und Rheuma, Arcanol als Grippemittel), die Erfindung wirksamer Medikamente gegen bakterielle Infektionen im Rahmen der Sulfonamidtherapie (unter anderem Albucid, Globucid, Protocid) und die Ausarbeitung von Röntgenkontrastmitteln. Besonderes Anliegen Dohrns waren Herstellung und Prüfung von Organprodukten. Schon 18 Jahre vor der Entdeckung des Insulins wies er auf die Funktion der Rinderpankreas und auf deren Bedeutung zur Bekämpfung der Diabetes hin. In enger Zusammenarbeit mit der medizinischen Forschung untersuchte er die chemischen und physiologischen Eigenschaften der Hormone, wobei die Arbeiten über die spezifischen Wirkungen der männlichen und weiblichen Follikelhormone besondere Bedeutung gewannen.
Werke ↑
s. Pogg. VII a.
Literatur ↑
Pharmazeut. Industrie 10, 1943, S. 195 f.;
H. Holländer, in:
Gesch. d. Schering
AG. 1955, S. 34 f.
Autor ↑
Grete RongeEmpfohlene Zitierweise ↑
Ronge, Grete, „Dohrn, Max“,
in: Neue Deutsche Biographie
4
(1959), S.
56 f.
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd11764689X.html
Dohrn, Max
Name: Dohrn, Max
Lebensdaten: 1874 bis 1943
Geburtsort: Farnroda (Thüringen)
Sterbeort: Rothaus (Schwarzwald)
Beruf/Lebensstellung: pharmazeutischer und physiologischer Chemiker
Konfession: evangelisch
Autor NDB:
Ronge, GretePND: 11764689X
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Dohrn, Max
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11764689X
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