<< Dörrenberg, Gustav
Doertenbach. >>
Dörries (Dörries-Klopf), Georg Bernhard Adolf
lutherischer Theologe,
* 25.4.1856 Medebach (Kreis Brilon),
† 13.10.1934 Hannover.
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Portraits
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Frdr. Aug., Pastor (
† 1858),
S des Tischlermeisters
Joh. Heinrich Christoph in Hardegsen
u. der Dor. Eleonore Heering aus Göttingen;
M Mi
|nette (
† 1906),
T des
Kaufm. Georg Klesser in Aerzen
u. der
Kath. Beata Bornemann aus Hamburg;
⚭ St. Goar 1888 Bertha,
T des
Sup. Herm. Rehmann in
St. Goar
u. der Bertha Heymer aus Rheydt; 3
S, 2
T,
u. a. Hermann (
* 1895),
Prof. der
KG in Göttingen,
Bernh. (
* 1898),
Prof. an der Hochschule für bildende Künste in Berlin.
Leben ↑
Während seines theologischen Studiums in Leipzig und Göttingen und auf dem Predigerseminar Hannover entscheidend durch die Theologie Albrecht Ritschls bestimmt, wirkte Dörries als Pastor seit 1883 in der ländlichen Gemeinde Gielde und seit 1891 bis zum Eintritt in den Ruhestand (1923) in dem wachsenden Vorort Hannover-Kleefeld, wo er besonders auch das Vertrauen der Arbeiter gewann. Von den Gedanken F. Naumanns ergriffen, war er zeitweilig in der nationalsozialen Vereinigung Hannovers führend tätig, nicht unangefochten von seiner Kirchenbehörde. Für theologischen und kirchlichen Fortschritt in der hannoverischen Landeskirche setzte er sich ein als Mitbegründer des „Wissenschaftlichen Predigervereins“ (1885), der „Freunde evangelischer Freiheit" und des kirchlich liberalen Gemeindeblattes „Kirchliche Gegenwart" (1901). Weitere Kreise erreichte er durch seine Bücher. Eine Erneuerung des Katechismusunterrichts auf der Grundlage der Ritschlschen Theologie erstrebte er mit seiner Katechismuserklärung. In den von ihm veröffentlichten Predigtsammlungen bemühte er sich um konkrete Weltoffenheit. Den Bedenken und Zweifeln des modernen Menschen kam er weit entgegen in Schriften wie „Der Glaube an die Welt“ (1919/20) und „Die Religion des Alltags“ (1923). Seine letzten Schriften setzten sich mit Karl Barth auseinander. – D. theol. (Marburg).
Werke ↑
Weitere W u. a. Erklärung d. Kleinen Katechismus
D. Martin Luthers I,
31926, II,
61920; Predigtslgg., d. Evangelium d. Armen, 1896,
71911; Die Botschaft d. Freude,
21907; Die Welt Gottes, 1910,
31922; Das System Voigts, 1912; Jesus, 1923; Der Wille
z. Leben, 1924; Die Forderung d. Tages, 1926; Der ferne
u. d. nahe Gott, 1927; Am Scheidewege, 1928
(beide gegen K. Barth).
Literatur ↑
Kleefeld
u. s. Kirche, 1902-27;
W. Brüdern, Pastor D.
D., in: Hannov. Kurier
v. 19.10.1934;
RGG.
Portraits ↑
Gem. (Kirche in Hannover-Kleefeld).
Autor ↑
Philipp MeyerEmpfohlene Zitierweise ↑
Meyer, Philipp, „Dörries, Georg Bernhard Adolf“,
in: Neue Deutsche Biographie
4
(1959), S.
37 f.
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd116169850.html
Dörries, Bernhard
Name: Dörries, Bernhard
Namensvariante: Dörries, Georg Bernhard Adolf
Namensvariante: Dörries-Klopf, Bernhard
Namensvariante: Dörries-Klopf, Georg Bernhard Adolf
Lebensdaten: 1856 bis 1934
Geburtsort: Medebach (Kreis Brilon)
Sterbeort: Hannover
Beruf/Lebensstellung: lutherischer Theologe
Konfession: lutherisch
Autor NDB:
Meyer, PhilippPND: 116169850