<< Dörnberg, Wilhelm Kaspar Ferdinand Freiherr von
Dörpfeld. >>
Doerner, Max Wilhelm
Maler und Restaurator,
* 1.4.1870 Burghausen/Salzach (Oberbayern),
† 1.3.1939 München. (evangelisch)
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Portraits
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Johann (1836–1904), bayrischer Hauptmann,
S des Ökonomen
Joh. in Speyer;
M Anna (1845–93),
T des Rentiers
Wilh. Sachtler in Stargard (Pommern);
⚭ München 1931 Frieda Keppler (
† 1936), Malerin
u. Konservatorin,
T des Musikers Anton Hammer; kinderlos.
Leben ↑
Doerner, an der Münchener Akademie Schüler Johann Herterichs und Wilhelm von Diez’, war als Maler vorwiegend Vertreter des impressionistischen Stils mit Motiven aus dem Ammerseegebiet. Sein besonderes Interesse galt dem Studium und der Erforschung altmeisterlicher Maltechniken von Wand- und Tafelgemälden. Studienreisen führten ihn mehrfach in die Galerien Italiens und Hollands. Auf Grund dieser Studien gelang es ihm, Kopien im altmeisterlichen Aufbau zu
|fertigen. Mit Arnold Böcklin verband ihn enge Freundschaft und gleichgerichtetes Fachinteresse. Als führendes Mitglied der „Deutschen Gesellschaft für rationelle Malverfahren e. V. München“ berichtete er 1922-31 in den „Technischen Mitteilungen für Malerei“ (38.-47. Jahrgang). 1910 wurde er als Lehrer für Maltechnik an die Staatliche Akademie der bildenden Künste München berufen, 1921 zum Akademieprofessor ernannt. 1938 wurde außerhalb der Akademie in München eine Werkprüfungs- und Forschungsanstalt als Reichsinstitut gegründet, das nach seinem Leiter die Bezeichnung Doerner-Institut erhielt. Eine schwere Krankheit hinderte Doerner daran, für das Institut so fruchtbringend zu wirken, wie das die Fachwelt erhofft hatte.
Doerner hat sich auch in der Gemälderestaurierung und der Denkmalpflege durch seine strengen Richtlinien einen Namen gemacht; gegen zähen Widerstand setzte er das Konservieren, das sachkundige Erhalten des künstlerischen Tatbestandes anstelle des üblichen Restaurierens durch. Hier liegt sein Hauptverdienst neben der segensreichen Tätigkeit als Lehrer auf seinem Sondergebiet. Sein Buch „Malmaterial und seine Verwendung im Bilde“ dient den in- und ausländischen Akademien als Standardwerk der Maltechnik. Seine Lehre, die ihm die Bezeichnung „Pionier der Maltechnik“ einbrachte, wurde zur Grundlage des Wissensgebietes und Unterrichtsfaches der Maltechnik; durch seine Schüler unter anderem S. Czerny, T. Roth, K. Wehlte fortgesetzt und ständig erweitert.
Werke ↑
Malmaterial
u. s. Verwendung im Bilde, 1921,
101954
(11. Aufl. mit Erweiterungen u. biogr. Darst. v. T. Roth in Vorber., Übers, u. a. ins Engl., Span., Finn., Poln., z. T. mehrf. aufgelegt).
Literatur ↑
P. Breuer, Münchner Künstlerköpfe, 1937, S. 56 - 59 (
P: Zeichnung
v. J. Huber).
Portraits ↑
Phot. im Doerner-
Inst. München.
Autor ↑
Kurt WehlteEmpfohlene Zitierweise ↑
Wehlte, Kurt, „Doerner, Max Wilhelm“,
in: Neue Deutsche Biographie
4
(1959), S.
34 f.
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd129825425.html
Doerner, Max
Name: Doerner, Max
Namensvariante: Doerner, Max Wilhelm
Lebensdaten: 1870 bis 1939
Geburtsort: Burghausen/Salzach (Oberbayern)
Sterbeort: München
Beruf/Lebensstellung: Maler; Restaurator
Konfession: evangelisch
Autor NDB:
Wehlte, KurtPND: 129825425