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Schoellhorn

Schweizer Brauereiunternehmer. (reformiert)


LebenWerkeLiteraturQuellenAutorZitierweise

Leben  
Johann Georg S.-Nonnenmacher (1837–90), Getreidehändler in Oberurbach (Württ.), übernahm 1875 die Brauerei Haldengut in Winterthur von Ferdinand Ernst und wurde 1880 Schweizer Bürger. Er modernisierte die Brauereianlagen und kaufte weitere Betriebe dazu (Bavaria, St. Gallen, Tivoli, Genf). 1888 gründete er die AG „Vereinigte Schweizer Brauereien“, in die er die drei Betriebe einbrachte. Sein Sohn Fritz S.-Sträuli (1863–1933), ausgebildet an der Brauschule Weihenstephan, stand dieser AG seit 1889 vor. Nach der Schließung von Bavaria und Tivoli wandelte er 1904 Haldengut in die „AG Brauerei Haldengut“ um, war 1904-33 Verwaltungsratspräsident und gestaltete das Unternehmen um vom gewerblichen zum industriellen Betrieb und zu einer der größten Brauereien der Schweiz. S. gehörte zu den einflußreichsten Persönlichkeiten der schweizer. Brauereibranche und engagierte sich im Schweizer Bierbrauerverband (Ehrenmitgl. 1932; Dr. sc. tech. h. c., ETH Zürich 1928; Oberst d. Kav. [Trainchef d. Armee]). Fritz' Schwester Emilie (1865–1955) heiratete Eugen Thomaß (1863–1932). Dieser gründete mit seinem Bruder Ludwig 1889 die Brauerei „Zum Thomasbräu“ (heute Paulaner Bräuhaus) in München. Die Söhne von Fritz, Georg (1891–1973) und Kurt (1894–1966), Chemiker, traten in die Brauerei Haldengut Winterthur ein. Georg war 1933-62, Kurt 1962-66 Verwaltungsratspräsident. Der dritte Sohn von Fritz, Hans (1892–1982), war Maler, Zeichner und Illustrator, bekannt v. a. als Gestalter von Zirkusmotiven und Zigeunerszenen. Eine Tochter von Fritz, Hanna (1896–1983), heiratete den Arzt Hans Widmer (1889–1939), Stadtpräsident von Winterthur 1930–39, Nationalrat 1935–39. Sein Sohn Urs (* 1927) war 1966-90 ebenfalls Stadtpräsident von Winterthur. Georgs Sohn Jürg (1921–98), Betriebswirt, war seit 1950 Sekretär des Verwaltungsrats, 1965 Mitglied und Delegierter des Verwaltungsrats der Brauerei Haldengut. 1989 erfolgte der Zusammenschluß der Brauerei Haldengut mit „Calanda Bräu“, Chur. Jürgs Sohn Andreas (* 1954) war nach einem betriebswirtschaftlichen Studium und Berufspraxis seit 1992 Vorsitzender der Geschäftsleitung der Calanda Haldengut bis zu deren Verkauf 1994 an die Heineken. Bis 2004 arbeitete er weiter in der Geschäftsleitung der Brauereien, die seit 2001 als „Heineken Switzerland“ firmieren.

Werke  
zu Fritz: An des Lebensherbstes Schwelle, 1913; Aus meinem Lebensherbst, 1923; War's Herbst|noch, War es Winter schon?, 1923; Ernste u. heitere Lebensstimmungen, 1914; Buntes v. fünf Ferienreisen, 1925.

Literatur  
Fritz Schoellhorn, Die Brauerei Haldengut, 3 Bde., 1918; H. Ruprecht, Brauerei Haldengut, Vom gewerbl. z. ind. Brauen, 1994; – zu Hans: ThB; Vollmer; Biogr. Lex. d. Schweizer Kunst; – zur Fam.: Fritz Schoellhorn, Bausteine zu e. Fam.gesch. d. Schelhorn, Schellhorn u. Schöllhorn, 1923; |

Quellen  
Qu Fam.archiv in Privatbes. (P).

Autor  
Urs Widmer
Empfohlene Zitierweise  

Widmer, Urs, „Schoellhorn“, in: Neue Deutsche Biographie 23 (2007), S. 373-374 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd13980501X.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 23 (2007), S. 373-374

PND: 13980501X
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Index

Schoellhorn

Name: Schoellhorn
Lebensdaten: unbekannt
Beruf/Lebensstellung: Schweizer Brauereiunternehmer
Konfession: reformiert
Autor NDB: Widmer, Urs
PND: 13980501X

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Schoellhorn

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