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Döbler, Ludwig

 LebenAutorLiteraturZitierweise

Leben  
Döbler: Ludwig D., Meister der natürlichen Magie, geb. zu Wien 3. Oct. 1801, Sohn des Graveurs Bernhard D. in Wien, gerieth als Schüler der Graveurabtheilung in der Akademie der bildenden Künste auf Kleucker's "Magikon", verlegte sich sofort auf physikalische Studien um die oft mißbrauchte Taschenspielerkunst zur Verbreitung physikalischer Lehren und Entdeckungen zu benützen. So wurde er auf seinen Kunstreisen durch ganz Europa gewissermaßen zum Wanderlehrer. Das sprichwörtlich gewordene "Und noch ein Sträußchen" stammt von einem seiner reizendsten Kunststückchen; er brachte aus England das Hydrogen-Oxygen-Gasmikroskop, benützte das Drummond'sche Licht zur Vergrößerung der Dissolvingviews, die stroboskopische Scheibe Stampfer's zu beweglichen Bildern etc. An seinen Vorstellungen, die er mit belehrendem Commentar verband, erfreute sich schon Goethe. Reich an Habe und Ehren zog er sich 1847 zurück, wandte sein Talent auf Neuschaffung seiner Besitzungen und ihrer Umgegend zum eigenen und allgemeinen Besten an, daher er auch zum Bürgermeister (in Eschenau) gewählt wurde. Zuletzt suchte er zur Erholung seine Graveurkunst wieder hervor und beschenkte mit seinen Werken Personen seiner besonderen Verehrung, z. B. den König von Prenßen mit einem prachtvoll gravirten Damascener. Er starb 17. April 1864 im Gstettenhof zu Türnitz in Niederösterreich.

Literatur  
Zum Theil nach Familiennachrichten.

Autor  
Hffg.
Empfohlene Zitierweise  

Hoffinger, „Döbler, Ludwig“, in: Allgemeine Deutsche Biographie 5 (1877), S. 272 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd116152583.html?anchor=adb

Quelle/Vorlage: 
ADB 5 (1877), S. 272

PND: 116152583
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Index

Döbler, Ludwig

Name: Döbler, Ludwig
Lebensdaten: 1801 bis 1864
Beruf/Lebensstellung: Taschenspieler
Konfession: katholisch?
Autor ADB: Hoffinger
PND: 116152583

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Döbler, Ludwig

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116152583

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