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<< Schmidt, Johann-Lorenz     Schmidt, Joseph >>

Schmidt, Johannes

Kaufmann, Politiker, * 3.12.1765 Frankfurt/Main, 6.3.1830 Frankfurt/Main. (evangelisch)


GenealogieLebenLiteraturQuellenPortraitsAutorZitierweise

Genealogie  
V Christoph (1727–81), aus F., Kaufm., Mitgl. d. 51er Kollegs in F., S d. Heinrich Wilhelm (1697–1761), aus Dortmund, Kaufm., gründete um 1726 in F. e. Großhandlung f. Tee, Kaffee u. indische Seidenwaren, Mitgl. d. 51er Kollegs in F.; M Anna Christina Andreae (1737–1806), aus Mülheim b. Köln; Ov Johannes, Kaufm., Mitgl. d. 51er Kollegs in F.; 4 Schw; – Frankfurt/Main 1789 Anna Sibylla Hebestreit (1767–1845), aus F.; 3 S u. a. Carl Gerhard, Gustav Remigius, beide übernahmen 1826 d. väterl. Teegroßhandlung in F., 4 T ; Ur-E Wolfgang S.-Scharff (1869–1954), Dr. iur., RA in F., Konsulent d. Frauenver. in F., Mitgl. d. Vorstands d. Frankfurter Gesch.ver., Administrator d. Fleckschen Stiftung, Vors. d. Ver. f. d. Hist. Mus. in F. (s. L); Urur-E Hermann S.-Scharff (1904–84), Architekt, Genealoge, Verw. d. Schmidt-Scharffschen Fam.archivs (s. Qu).

Leben  
1789 trat S. in das von seinem Großvater Heinrich Wilhelm um 1726 in Frankfurt/M. gegründete Geschäft, eine Großhandlung für Tee, Kaffee und indische Seidenwaren, als Teilhaber seines gleichnamigen Onkels ein. Drei Jahre später wurde er, wie zuvor sein Großvater, Vater und Onkel, Mitglied des 51er Kollegs (Bürgerausschuß), dem es oblag, die Magistratspolitik zu kontrollieren. 1805 in das Gremium der acht Börsenvorsteher gewählt, zählte S. 1808 zu den Mitbegründern der Handelskammer Frankfurt/M. – mit Mainz, Köln und Aachen eine der ältesten in Deutschland –, der er bis 1816 angehörte. 1812 ernannte ihn Ghzg. Karl Theodor v. Dalberg zum Munizipalrat, 1816 wurde er Senator der Freien Stadt Frankfurt, der er in dieser Eigenschaft als Bevollmächtigter bei den Verhandlungen um die finanziellen Auseinandersetzungen der Nachfolgestaaten des Ghzgt. Frankfurt diente. Er unterzeichnete mit Senator Christoph Friedrich Ihm am 6.9.1827 den Separat vertrag zwischen Preußen, Bayern und Frankfurt und am 2.7.1828 den Hauptvertrag zwischen allen beteiligten Regierungen.
Die Teegroßhandlung baute er zu einem weit über die Grenzen der Region hinaus bekannten Handelsunternehmen aus. 1826 schied er aus dem Geschäft aus und übertrug es seinen|Söhnen Carl Gerhard und Gustav Remigius; es bestand bis 1962 in Frankfurt im Besitz der Familie.

Literatur  
Die Fam. d. Heinrich Wilhelm S., Zur Feier seines zweihundertj. Geb.tages v. seinem Urururenkel RA Dr. Wolfgang S.-Scharff, 1897; Gesch. d. Handelskammer zu Frankfurt a. M. (1707–1908), 1908; F. Lerner, Das tätige Frankfurt im Wirtsch.leben dreier Jhh., 1955, S. 29 f.; – Mitt. v. H. Nordmeyer, Inst. f. Stadtgesch., Frankfurt/M.; |

Quellen  
Qu Fam.archiv Schmidt-Scharff im Inst. f. Stadtgesch., Frankfurt/M.

Portraits  
Foto e. verschollenen Gem. (Darmstadt, Hess. Wirtsch.archiv).

Autor  
Ulrich Eisenbach
Empfohlene Zitierweise  

Eisenbach, Ulrich, „Schmidt, Johannes“, in: Neue Deutsche Biographie 23 (2007), S. 196-197 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd139626573.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 23 (2007), S. 196-197

PND: 139626573
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Index

Schmidt, Johannes

Name: Schmidt, Johannes
Lebensdaten: 1765 bis 1830
Geburtsort: Frankfurt/Main
Sterbeort: Frankfurt/Main
Beruf/Lebensstellung: Kaufmann; Politiker
Konfession: evangelisch
Autor NDB: Eisenbach, Ulrich
PND: 139626573

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Schmidt, Johannes

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139626573

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