<< Schicht
Schick, Christian Gottlieb >>
Schick, Eduard
Exeget, Bischof von Fulda,
* 23.2.1906 Mardorf bei Amöneburg (Hessen),
† 20.11.2000 Lauterbach (Hessen),
⚰ Mardorf.
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
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| Zitierweise
Genealogie ↑
V Franz Josef, Bauer in
M.;
M Melanie Kräuter.
Leben ↑
S. besuchte seit 1915 die
bfl. Lateinschule in Amöneburg (
Kr. Marburg), seit 1919 das
staatl. Domgymnasium Fulda. Nach dem Abitur widmete er sich 1924-28 philosophischtheologischen Studien am Fuldaer Priesterseminar, wo er eine Neigung zu neutestamentlicher Exegese entwickelte. 1928 in Fulda zum Priester geweiht, war er kurzzeitig in Hattenhof (
b. Fulda) tätig und wurde dann als Kaplan nach Kassel versetzt; nebenbei studierte er Mathematik und Physik an der
Univ. Göttingen. 1934 legte er an der
Univ. Bonn das philologische Staatsexamen ab und wurde Referendar und Assessor in Kassel. Die nationalsozialistischen Machthaber entfernten
S. 1936 aus dem Schuldienst. Nach einem weiteren Jahr als Kaplan in Kassel wirkte er als Leiter der
bfl. Rektoratsschule in Großauheim, bis diese 1938 durch das
NS-Regime geschlossen wurde. Wunschgemäß kehrte
S. daraufhin zu seinem Studium der
Hl. Schrift zurück und wurde an der
Univ. Würzburg bei Karl Staab (1892–1974) mit einer Arbeit über „Formgeschichte und Synoptikerexegese“ (1939) promoviert. 1939-50 leitete er als Regens das Fuldaer Priesterseminar, 1947-70 war er Professor für Neutestamentliche Exegese an der
Phil.-
Theol. Hochschule Fulda (Rektor 1960–62), 1955-59
stellv. Generalvikar (1957 Domkapitular). 1962 wurde
S. zum Titularbischof von Aradi (Nordafrika) und Weihbischof von Fulda, 1974 als Nachfolger Adolf Boltes (1901–74) zum Bischof von Fulda ernannt und am 12.1.1975 in sein neues Amt eingeführt. Er nahm an allen Sitzungsperioden des 2. Vatikan. Konzils teil und prägte hier Teilbereiche,
z. B. zur Stellung der Ortsgemeinde, mit. Hierdurch und
v. a. durch seine Tätigkeit als Beauftragter der
Dt. Bischofskonferenz für die Einheitsübersetzung der
Hl. Schrift (seit 1962, mit Carl Joseph Leiprecht, 1903–1981;
ersch. 1979) sowie als Präsident der
Päpstl. Kommission für die Neo-Vulgata (seit 1971;
ersch. 1979) schrieb er ein Stück Kirchengeschichte mit. Im
Jan. 1982 nahm Papst Johannes Paul II. sein Rücktrittsersuchen an, doch leitete
S. das Bistum noch bis zur Einführung seines Nachfolgers Johannes Dyba (1929–2000) im
Sept. 1983. – Gr.
BVK (1978); Ehrenbürger
v. Amöneburg u. Fulda (1978);
Dr. theol. h. c. (Fulda 1982).
Werke ↑
Die Apokalypse, Die
Hl. Sehr, in
dt. Übers., 2
Bde., 1952/59;
Das Evangelium nach Johannes, I, 1956,
21967;
Offenbarung u.
Gesch., 1968;
Die Apokalypse, Geistl. Schriftlesung, 1971,
21983;
Die Wahrheit siegt durch d. Liebe, Priesterl. Existenz nach d. zweiten Korintherbrief, 1975;
Das Vermächtnis d. Herrn, 1977;
Betrachtungen
z. Brief an d. Hebräer, 1978;
Das Wort d. Herrn bleibt in Ewigkeit, Predigten u. Ansprachen, 1981;
Allen alles werden, 1984;
„Christus ja, Kirche nein!“, 1985;
Der erlöste Kosmos, 1987;
–
Konzilsbtrr.: Acta Synodalia Sacrosancto Concilii Oecumenici Vaticani II, II/2, S. 396-99, II/4, S. 70 f., III/3, S. 309-11, 111/5, S. 733-35, IV/2, S. 636-38 (mündl.), IV/2, S. 821-24 (schriftl.).
Literatur ↑
A. Winter (
Hg.), Kirche u. Bibel,
FS f.
Bf. E.
S. z. 50. J.tag seiner
hl. Priesterweihe am 22.12.1978, 1979;
J. Leinweber, Die Fuldaer Äbte u. Bischöfe, 1989, S. 185-87
(P);
E.
S. (1906-2000), Gedenkfeier d.
Theol. Fak. Fulda, 2001
(W, P);
M. Schwab u. B. Nolte-Schunck (
Hg.), Mit Bonifatius verbunden, den Menschen zugetan, Zur Erinnerung an Leben u. Wirken
v. Ebf. DDr. Johannes Dyba u.
Bf. Prof. Dr. Dr.
h. c. E.
S., 2001
(P);
BBKL 22
(W, L);
LThK3;
Gatz V
(P);
Munzinger.
Autor ↑
Michael SchwabEmpfohlene Zitierweise ↑
Schwab, Michael, „Schick, Eduard“,
in: Neue Deutsche Biographie
22
(2005), S.
724
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd118607405.html