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Abert, Johann Josef >>
Abert, Hermann Joseph
Musikforscher,
* 25.3.1871 Stuttgart,
† 13.8.1927 Stuttgart. (evangelisch)
Genealogie
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| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Johann Josef Abert, Komponist (s. 2);
M Amalie Marquardt;
⚭ 18.3.1905 Anna,
T des klassischen Philologen Wilhelm Dittenberger, Halle;
T Anna Amalie (
* 1906), Musikwissenschaftlerin, Kiel.
Leben ↑
Schon früh wurde Abert durch seinen Vater und das Stuttgarter Konservatorium in der praktischen Musik gefördert. Nach dem Studium der klassischen Philologie (1890–95, Tübingen und Berlin) wandte er sich in Berlin der Musikwissenschaft zu und habilitierte sich 1902 in Halle für Musikgeschichte. In Italien vertiefte Abert seine Kenntnisse über die Geschichte der italienischen Oper. 1910 wurde er außerordentlicher, 1918 ordentlicher Professor in Halle. 1920 Nachfolger H. Riemanns auf dem Leipziger und 1923 Nachfolger H. Kretzschmars auf dem Berliner Lehrstuhl für Musikwissenschaft. Die Preußische Akademie der Wissenschaften wählte ihn 1925 als den einzigen Vertreter der Musikwissenschaft zum ordentlichen Mitglied. Daneben verwaltete er zahlreiche Ehrenämter (
u. a. Präsident der „Deutschen Musikgesellschaft“ und Lektor der Preußischen Kommission zur Herausgabe von Denkmälern der Tonkunst). - Aberts Arbeiten gehen aus von der Erforschung der Musikanschauung der Antike (Dissertation: Die Lehre vom Ethos in der griechischen Musik, 1899) und des Mittelalters (Die Musikanschauung des Mittelalters, 1905). Später wandte er sich besonders der Operngeschichte zu (Jomelli, Gluck, Mozart). In seinen Forschungen verband er philologische Akribie mit künstlerischem Einfühlungsvermögen. Aus seiner Schule gingen zahlreiche Musikwissenschaftler hervor.
Werke ↑
Weitere W R. Schumann, 1903; Dramat. Musik am Hofe
Hzg. Karl Eugens
v. Württ., 1906;
Gesch. d.
Robert-Franz-Singak. zu Halle, 1908; Niccolo Jomelli als Opernkomponist, 1908; W.
A. Mozart, 5.
vollst. neu
bearb. u. erweiterte
Ausg. v. O. Jahns Mozart, 2
Bde., 1919–21, 1923-24; Goethe u. d. Musik, 1922;
Hrsg.: DDT,
Bd. 32/33, 1907, 43/44, 1913, 55, 1916;
DTB,
Jg. 14, 2, 1914;
DTÖ,
Bd. 44a, 1914; Gluck-
Jb., 1913–1918; Mozart-
Jb., 1923–24;
Ges. Schrr. u. Vorträge,
hrsg. v. F. Blume, 1929;
vollst. Verz. in: Gedenkschr. f. H.
A. (s. L).
Literatur ↑
W. Vetter, H.
A. zum Gedächtnis, in:
Jb. d.
Musikbibl. Peters f. 1927, 1928;
K. G. Fellerer, H.
A., in:
Bursian-Jberr.,
Bd. 228,
Jg. 56, 1930;
J. Petersen, H.
A., in:
SB d.
Preuß. Ak. d. Wiss.,
phil.-
hist. Kl., 1928;
Gedenkschr. f. H.
A.,
hrsg. v. F. Blume, 1928
(W, P);
F. Blume, in:
MGG.
Portraits ↑
in: Neue
Musikztg. 39, 1918, S. 73.
Autor ↑
Georg von DadelsenEmpfohlene Zitierweise ↑
Dadelsen, Georg von, „Abert, Hermann Joseph“,
in: Neue Deutsche Biographie
1
(1953), S.
18
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd118646540.html