Lebensdaten
1813 – 1884
Geburtsort
Dieburg
Sterbeort
Mainz
Beruf/Funktion
Pädagoge
Konfession
evangelisch?
Normdaten
GND: 116853190 | OGND | VIAF: 40140478
Namensvarianten
  • Schödler, Friedrich Karl Ludwig
  • Schoedler, Friedrich
  • Schoedler, Frédéric
  • mehr

Objekt/Werk(nachweise)

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Schödler, Friedrich Karl Ludwig, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116853190.html [26.04.2024].

CC0

  • Biographie

    Schödler: Friedrich Karl Ludwig S., geboren zu Dieburg in Hessen am 25. Februar 1813, widmete sich anfangs der Pharmacie, studirte dann zu Gießen Naturwissenschaften, war 1835—38, nachdem er promovirt, Assistent Liebig's, unternahm dann einige größere wissenschaftliche Reisen und erhielt 1842 eine Anstellung als Lehrer der Naturwissenschaften am Gymnasium zu Worms. Im J. 1854 wurde er zum Director der Realschule zu Mainz berufen. Infolge eines Schlaganfalls sah er sich gezwungen, 1883 seinen Abschied zu nehmen und starb am 28. April 1884.

    S. war ein hervorragender Pädagoge und hat sich als solcher auch weit über die Grenzen seines engeren Vaterlandes hinaus einen Ruf erworben. Von seinen pädagogischen Schriften sind außer zahlreichen kleineren Abhandlungen zu erwähnen: „Die höheren technischen Schulen“ 1846 und „Der Lateinzwang der Realschule“ 1873. Hauptsächlich hat sich S. jedoch bekannt gemacht durch sein Werk „Das Buch der Natur“, 2 Bde., Braunschweig 1846, welches in fast alle europäischen Sprachen übersetzt ist und von dem 1884 die 22. Auflage erschien. Dasselbe gibt in gedrängter, übersichtlicher Darstellung das Wissenswertheste aus dem Gebiet der gesammten Naturwissenschaften, wie es bis dahin noch in keinem ähnlichen Werke zu finden war. Bemerkenswerth sind von seinen Schriften ferner noch: „Die Chemie der Gegenwart“ 1853; die Volks- und Schulausgabe von Brehm's Thierleben, 3 Bde., 1867—69; „Atlas der chemischen Technik“ 1873. S. war Mitarbeiter von Wagner's Handbuch der Naturkunde und Liebig's Handwörterbuch der Chemie. Auch in den Annalen der Chemie und Pharmacie finden sich mehrere Arbeiten von ihm.

  • Autor/in

    W. Heß.
  • Zitierweise

    Heß, Wilhelm, "Schödler, Friedrich Karl Ludwig" in: Allgemeine Deutsche Biographie 32 (1891), S. 213 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116853190.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA