Lebensdaten
1523 – 1582
Geburtsort
Aschaffenburg
Sterbeort
Aschaffenburg
Beruf/Funktion
Erzbischof und Kurfürst von Mainz
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 101059434 | OGND | VIAF: 44660872
Namensvarianten
  • Daniel Brendel von Homburg
  • Brendel von Homburg, Daniel
  • Daniel
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Zitierweise

Daniel, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd101059434.html [19.04.2024].

CC0

  • Genealogie

    V Friedrich, mainzischer Vizedom in Aschaffenburg, S des Joh. u. der Marg. v. Bubenheim;
    M Marg., T des Henne Riedesel v. Bellersheim u. der Marg. v. Carben;
    Schw Anna ( Phil. v. Bicken, mainzischer Marschall), Marg. (⚭ Hartmuth v. Cronberg [ 1591], mainzischer Hofmeister, s. NDB III *);
    N Joh. Adam v. Bicken ( 1604), EB v. Mainz, setzte das Werk D. Brendels im rheinischen Teil des Mainzer Erzstiftes u. vor allem am Hofe selbst fort; Stiefneffe Joh. Schweikard v. Cronberg ( 1626), EB v. Mainz.

  • Biographie

    Als Domscholaster von Speyer 1548 auch in das Mainzer Domkapitel aufgenommen, gehörte D. zur Mainzer Gesandtschaft über die Verhandlungen zum Passauer Vertrag, den er als erster unterschrieb. Am 18.4.1555 auf kaiserliche Empfehlung mit nur einer Stimme Mehrheit gegen den lutherisch gesinnten Pfalzgrafen Reichart von Simmern zum Erzbischof von Mainz gewählt, mußte er zunächst die völlig zerrütteten Finanzen des verschuldeten Erzstiftes in Ordnung bringen und dem Territorium wieder innere Festigkeit geben. 1559 zog er die Grafschaft Rieneck als erledigtes Lehen ein; 1581 erhielt er die Grafschaft Königstein als erledigtes Reichslehen. Bei den Königswahlen Maximilians II. (1562) und Rudolfs II. (1575) vertrat er mit Entschiedenheit die katholischen Belange, wenn er auch als guter Politiker mit seinen protestantischen Nachbarn in gutem Einvernehmen blieb. 1561 berief er die Jesuiten nach Mainz als Professoren an die sehr abgesunkene Universität, gründete und fundierte 1564 ihr Kolleg und zog sie 1575 zur Rekatholisierung des Eichsfeldes heran, wo er auch in Heiligenstadt für sie ein Kolleg einrichtete. Nachdem D. auf dem Regensburger Reichstag 1565 die Annahme der Tridentiner Glaubensdekrete namens der katholischen Stände versprochen hatte, blieb er bemüht, den Dekreten in seinem Lande volle Geltung zu verschaffen; auch das Mainzer Domkapitel machte 1572 die Ablegung des Tridentinischen Glaubensbekenntnisses auf Drängen des Erzbischofs hin zur Voraussetzung für die Aufnahme neuer Domherren. So legte der umsichtige und religiöse Kurfürst den Grund für die katholische Restauration im Erzstift Mainz.

  • Literatur

    Scriptores Rerum Moguntiacarum, hrsg. v. G. Ch. Joannis, 1722–27, I, S. 862-87;
    L. A. Veit, Die Eidesform d. trid. Glaubensbekenntnisses v. 13. Nov. 1564 u. ihre Aufnahme im Mainzer Domkapitel, in: Hist. pol. Bll. 159, 1917, S. 462 bis 474;
    P. Schneider, Btrr. z. e. Gesch. d. Mainzer EB D. B. v. H., Diss. Erlangen 1925 (ungedr.);
    M. Krause, Die Pol. d. Mainzer Kf. D. v. 1555-82, 1931;
    A. Ph. Brück, Das Erzstift Mainz u. d. Tridentinum, in: G. Schreiber, Das Weltkonzil v. Trient, 1951;
    ders., Pfalzgf. Reichart v. Simmern als Kandidat f. d. Mainzer Erzstuhl 1555, in: Bll. f. pfälz. KG 21, 1954, S. 2-10;
    PRE;
    LThK.

  • Porträts

    Plastiken am Fam. epitaph u. am Grabmal im Mainzer Dom.

  • Autor/in

    Anton Ph. Brück
  • Zitierweise

    Brück, Anton Ph., "Daniel" in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 507-508 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd101059434.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA