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Die Allgemeine Deutsche Biographie (ADB)
zählt auch international zu den grössten historisch-biographischen
Lexika. Von 1875 bis 1912 wurden von der Historischen
Kommission bei der Bayerischen Akademie
der Wissenschaften 56 Bände mit insgesamt mehr als 26.500 Artikeln
herausgegeben. 1967 bis 1971 erschien im Verlag Duncker
& Humblot ein unveränderter Nachdruck.
Die ADB informiert für den deutschsprachigen Raum, wozu
auch die Niederlande bis 1648 gezählt wurden, über bedeutende
Personen, die vor dem Jahr 1900 verstorben sind. Dabei sind alle Bereiche
des öffentlichen Lebens wie Kunst und Kultur, Wissenschaft und Medizin,
Recht und Politik berücksichtigt.
Über die Konzeption gibt u. a. die Vorrede von
Rochus Freiherr von Liliencron und Franz Xaver Wegele im 1. Band der ADB
Auskunft.
Die Artikel der ADB entsprechen in vielen Fällen zwar nicht
mehr dem heute aktuellen Kenntnisstand, doch sie behandeln zahlreiche Personen,
die in späteren Lexika keine Berücksichtigung fanden. Die mehr
als 2000 Autoren der ADB konnten noch Quellen benutzen, die heute nicht
mehr zur Verfügung stehen. Die teils essaistischen Texte dokumentieren
vorzüglich den inhaltlichen und methodischen Stand der historischen
Forschung zwischen der Gründung des Deutschen Reichs und dem Ersten
Weltkrieg.
Die Artikel wurden bisher nur durch ein Inhaltsverzeichnis
von 1912, das sog. Generalregister, sowie durch die Namensregister in den
einzelnen Bänden des 1953 begonnenen Nachfolge-Lexikons, der
Neuen
Deutschen Biographie (NDB) erschlossen.
Im Rahmen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft
geförderten Kooperationsprojekts der Historischen
Kommission bei der Bayerischen Akademie
der Wissenschaften und des
Münchener Digitalisierungszentrums der Bayerischen
Staatsbibliothek sind nunmehr alle Artikel
auch direkt im Internet frei verfügbar.
Der Zugang erfolgt über das kumulierte Digitale
ADB & NDB-Gesamtregister.
Im Unterschied zu den bisherigen Registern ist es jetzt auch möglich,
nicht nur nach Namen bzw. Namensvarianten zu suchen, ebenso kann gezielt
nach Berufen oder nach sozialen Gruppen oder nach Artikelverfassern gesucht
werden.
Leider war es bisher nicht möglich, alle Autoren der ADB
eindeutig zu identifizieren. Die Abkürzungen und Initialen, mit denen
die meisten ADB-Artikel gezeichnet sind, lassen sich nicht immer zweifelsfrei
auflösen.
Fragen, Anregungen und Kritik zur Elektronischen Allgemeinen Deutschen
Biographie (E-ADB) richten Sie bitte an Dr.
Bernhard Ebneth (Redaktion der NDB).
Weitere Literatur zur ADB finden Sie unter http://www.ndb.badw.de/adb_literatur.htm.
Zitiervorschlag:
Allgemeine Deutsche Biographie, Elektronische Version, herausgegeben
von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften
und der Bayerischen Staatsbibliothek, Februar 2007.
 
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